Wohnpark Paulusviertel: Papenburg und HWG streiten um Auftragsvergabe

6. Februar 2015 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Der Bau des Wohnparks Paulusviertel am ehemaligen Regierungspräsidium wird sich verzögern. Die beiden Gesellschafter der Halleschen Gesellschaft für Wohnen und Stadtentwicklung (HWGS), die HWG und Papenburg, streiten laut Mitteldeutscher Zeitung um die Auftragsvergabe.
Wohnpark im Paulusviertel 4
Die städtische Wohnungsgesellschaft HWG favorisiert demnach eine öffentliche Ausschreibung, die Baufirma Papenburg will die Aufträge dagegen selbst durchführen. Aus diesem Grund können derzeit keine Bauaufträge vergeben werden. Die beiden Gesellschafter halten jeweils die Hälfte der Anteile. Laut MZ bringt der Streit einen Bauverzug von einem halben Jahr mit sich, die Baukosten steigen um vier Millionen auf 29,5 Millionen Euro.

Neben der Sanierung von Regierungspräsidium und Villa ist auch ein Neubau vorgesehen. Die Ursprungsplanung war nach Anwohnerprotesten abgespeckt worden. Nun sollen noch 113 Wohnungen (vormals 130) auf einer vermietbaren Fläche von 10.400 Quadratmetern (vormals 12.000) entstehen. Auch die Zahl der Stellplätze wurde reduziert. Der Grünflächenanteil steigt von aktuell 13 auf dann 48 Prozent. Für eine Initiative von Nachbarn ist das Projekt immer noch zu monströs. Sie hatten deshalb gegen Bau geklagt, waren aber vorm Oberverwaltungsgericht gescheitert.

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