Weiterhin Verlust bei der Halloren-Schokoladenfabrik

27. August 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Halloren-Schokoladenfabrik in Halle (Saale) kommt nicht in die Gewinnzone. Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Konzernumsatz von 40,99 Mio. Euro, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 46,05 Mio. Euro. Die Gesamtleistung sank um 5,1 % auf 47,53 Mio. Euro (HJ1/2014: 50,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt bei -4,66
Millionen Euro, im vorigen Jahr waren es -3,35 Millionen Euro. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 10 Cent je Aktie.

Grund für das Minus seien verringerte Auftragseingänge. Auf margenschwache Produkte verzichte man. Preiserhöhungen habe man aushandeln können, jedoch würden diese erst jetzt wirksam. „Wenngleich die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr unsere Erwartung noch nicht erfüllen konnte, sind wir vom Potenzial unserer Schokoladenspezialitäten und unserer sehr guten Positionierung im nationalen und internationalen Handel überzeugt“, meint Halloren-Chef Klaus Lellé. „Um Chancen konsequent nutzen zu können, haben wir mit der Diversifizierung in Geschäftsbereiche, Produktkategorien, Märkte und Regionen bereits wichtige strategische Weichenstellungen vorgenommen. Diese werden wir konsequent weiterführen, um die Abhängigkeit von Großkunden und der volatilen Marktentwicklung weiter zu reduzieren.“ Halloren will in Zentralisierung, Informations- und Kommunikationssoftware SAP sowie effizientere Produktions- und Verpackungsanlagen investieren. „Jedoch müssen wir uns aber auch mit den Realitäten der Märkte auseinandersetzen. Auf der einen Seite, der nach wie vor vorhandene Konkurrenzkampf der Handelsunternehmen, der vor allem über die Verkaufspreise ausgetragen wird, und auf der anderen Seite, der Kostenseite, die nach wie vor sehr hohen Rohstoffpreise bei Kakao, Haselnüssen und Mandeln“, so Lellé.

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