Wegen Ukraine-Krise: Unternehmen befürchten weiteren Einbruch der Exporte

6. August 2014 | Wirtschaft | 5 Kommentare

Die Ukraine-Krise mit Sanktionen gegen Russland trifft Sachsen-Anhalts Unternehmen immer mehr. „Wir befürchten, dass die dritte Stufe der Sanktionen, vor allem im Bereich der Güter mit doppelter Verwendung und durch die Einschränkungen beim Zugang zu internationalen Finanzmärkten, zu weiteren Rückgängen der Exporte in diese Region führen werden“, so Hans-Joachim Münch, Vorsitzender des Arbeitskreises Außenwirtschaft der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK).

Auch wenn sich die sichtbaren Auswirkungen für Sachsen-Anhalt aufgrund des relativ geringen Anteils an den Gesamtausfuhren noch in Grenzen halten, so seien die Auswirkungen für einzelne Unternehmen doch gravierend. In den Monaten Januar bis Mai 2014 seien die Exporte nach Russland um 17,6 Prozent und in die Ukraine um 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

„Das Wichtigste ist jetzt, die politischen Anstrengungen für eine diplomatische Lösung zu verstärken, um im Sinne der langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen die Beendigung der Sanktionen schnellstmöglich herbeizuführen. Auch die Unternehmen sollten mit ihren russischen und ukrainischen Partnern im Gespräch bleiben“, betont Hans-Joachim Münch.

Die Mitglieder des Arbeitskreises fordern die Einhaltung eines klaren inhaltlichen und zeitlichen Rahmens. „Es muss eindeutig definiert sein, was gefordert wird, um die Sanktionen zu beenden. Gelingt es nicht, eine Lösung herbeizuführen, werden die Folgen für die Wirtschaft – aber auch für die Gesellschaft – von langer Dauer sein“, so Münch abschließend.

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