Während Mitarbeiter-Streik: KSB verkündet Umsatzrückgang und Auftragswachstum

30. Januar 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Während am Freitagvormittag Mitarbeiter des Pumpenbauers KSB aus Halle (Saale) vor den Werkstoren für 5,5 Prozent höhere Löhne protestierten, meldete sich das Unternehmen zeitgleich mit den Geschäftszahlen für das vergangene Jahr zu Wort.

Demnach hat KSB seinen Auftragseingang im zurückliegenden Geschäftsjahr um 3,6 % gesteigert. Nach dem heute veröffentlichten „Vorläufigen Bericht über das Geschäftsjahr 2014“ lag der Wert eingehender Bestellungen mit 2.322,6 Mio. € um 81,4 Mio. € über dem Vorjahreswert. Ohne negative Währungseffekte wäre dieser Anstieg um rund 53 Mio. € höher ausgefallen.

Der Konzernumsatz konnte dieser Entwicklung nicht folgen und blieb mit 2.184,8 Mio. € um 62,5 Mio. €, gleich 2,8 %, unter dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzeinbußen resultierten im Wesentlichen aus den genannten Währungseffekten (- 53 Mio. €).

Die rückläufige Umsatzentwicklung sowie die weiterhin geringe Erlösqualität im Kraftwerksgeschäft hätten 2014 das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stark belastet. Hinzu kämen Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen. Bereits zur Jahresmitte sei darum eine Korrektur der Ergebnisprognose auf einen Wert zwischen 60 und 85 Mio. € erforderlich gewesen. Das Konzernergebnis (EBT) wird, laut Bericht, voraussichtlich im mittleren Bereich dieses Korridors liegen.

Für 2015 rechnet KSB mit einem Wachstum im Auftragseingang und im Umsatz. Hierzu soll ein wieder anziehendes Projektgeschäft mit Kraftwerks-aufträgen aus China und Indien beitragen. Zudem werde eine neue Vertriebsstruktur das Breitengeschäft mit Standardprodukten und das Geschäft mit Ersatzteilen und Serviceleistungen stärken. Auch das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) soll nach Unternehmensangaben 2015 wieder deutlich steigen.

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