Uniklinik Halle: Der Schmutz bleibt liegen

23. Mai 2013 | Wirtschaft | 2 Kommentare

An der Uniklinik in Halle (Saale) standen am Donnerstag die Besen und Schrubber still. Die Reinigungskräfte haben im typischen „Kittel-Look“ für mehr Lohn protestiert. Unter dem Motto “Sauberkeit hat ihren Preis” wurden Infoflyer an Patienten und Besucher verteilt.

„Wer Tag für Tag in Halle jedes Klassenzimmer in den Schulen, jedes Büro im Rathaus und jede Arztpraxis sauber macht, der hat dafür auch einen sauberen Lohn verdient“, sagt Kerstin Fischer von der IG BAU Halle. Genau das wollen die Unternehmer der Reinigungsbranche aber nicht akzeptieren, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft. Deshalb wachse jetzt der Unmut bei den Reinigungskräften. „Viele putzen mit Frust und geballter Faust in der Tasche“, so Kerstin Fischer.

Die IG BAU rechnet mit weiteren Putz-Protesten. „Wir wollen auch beim Putzen keine ‚Zwei-Klassen-Gesellschaft‘ mehr“, so Fischer. Halle sei erst der Anfang. Ende Mai gehen IG BAU und Arbeitgeber des Gebäudereiniger-Handwerks in die vierte Tarifverhandlungsrunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will erreichen, dass das Lohnniveau im Osten auf 88 Prozent des Westlohns angehoben wird. Im zweiten Schritt soll es auf 92 Prozent steigen.

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