Über die Hälfte des erzeugten Stroms stammt aus erneuerbaren Energiequellen – Anteil steigt ständig

19. November 2018 | Wirtschaft | 57 Kommentare

Strom aus erneuerbaren Energien kam 2017 zu 62,3 % von Windkraftanlagen

Im Jahr 2017 wurden in Sachsen-Anhalt 14,1 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das waren 1,9 Mrd. kWh Strom mehr als im Jahr zuvor und entsprach einem Anstieg um +15,4 %. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung insgesamt betrug 53,0 % (Vorjahr: 50,8 %). Der entsprechende Wert für Deutschland lag bei 33,1 %. Mit einem Anteil von 62,3 % war die Windenergie der bedeutendste Energieträger in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

© StaLA

Die positive Entwicklung bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gegenüber 2016 wurde von dem enormen Anstieg bei der Windkraft geprägt. Von 2 850 stromeinspeisenden Anlagen mit einer Leistung von 5 065,4 MW wurden 8,8 Mrd. kWh Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Dank des windreichen Jahres war ein Anstieg von 26,2 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Windkraftanlagen produzierten 2017 durchschnittlich an 1 737 Stunden Strom, das waren 301 Stunden mehr als im Jahr zuvor und der bisher höchste Wert.

Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung insgesamt lag bei 33,0 % und hatte 2017 erneut den größten Anteil an der Stromerzeugung insgesamt in Sachsen-Anhalt. Dem gegenüber lag der Anteil der Braunkohle bei 25,8 % und der von Erdgas bei 15,2 %.

Den 2. Platz beim Ranking der erneuerbaren Energien im Jahr 2017 belegte die Biomasse mit einem Anteil von 22,6 % und einer Stromerzeugung von 3,2 Mrd. kWh. Als Biomasse zur Stromerzeugung werden nachwachsende Rohstoffe, wie Holz, aber auch pflanzliche und tierische Abfälle, sowie Biogas eingesetzt. Der Anteil der Biomasse am Strommix Sachsen-Anhalts betrug 12,0 %.

Die Photovoltaik hat sich zu einer wichtigen Stromquelle bei den erneuerbaren Energien entwickelt und lag mit einer Stromerzeugung von 2,0 Mrd. kWh bei einem Anteil von 13,9 % auf Platz 3. Zur Stromerzeugung insgesamt steuerte die Photovoltaik einen Anteil von 7,4 % bei.

Des Weiteren trugen noch Wasserkraft sowie Deponie- und Klärgas zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei.

Das Ziel der deutschen Regierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch zu steigern, d. h. bis 2025 auf 45 % und bis 2035 auf 60 %. Hierbei wird die inländische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dem inländischen Strombedarf gegenübergestellt und rechnerisch ein Prozentwert ermittelt, der aussagt, wie viel des Strombedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden könnte.

In Sachsen-Anhalt wird deutlich mehr Strom erzeugt als benötigt. Auf unser Bundesland übertragen, errechnet sich deshalb ein hoher Wert von 70,8 %. Damit wird in Sachsen-Anhalt bereits seit 3 Jahren die Zielsetzung für 2035 überschritten.

Weitere Daten sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes verfügbar.

(Quelle: Statistisches Landesamt LSA)

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Dieses Thema enthält 57 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  McPoldy vor 8 Monate.

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 58)
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  • #330367

    Strom aus erneuerbaren Energien kam 2017 zu 62,3 % von Windkraftanlagen Im Jahr 2017 wurden in Sachsen-Anhalt 14,1 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Ene
    [Der komplette Artikel: Über die Hälfte des erzeugten Stroms stammt aus erneuerbaren Energiequellen – Anteil steigt ständig]

    #330368

    Die Sonne scheint den ganzen Tag. Der Wind weht immer. Die Energie kostet uns fast nichts. ?
    Meine Energierechnung explodiert jedoch seit der Einführung der erneuerbaren Energien in ungeahnte Höhen.

    #330369

    Es hat niemand gesagt, dass es billig wird.

    #330370

    hei-wu, du träumst.

    #330371

    Wer glaubt, weiter folgenlos fossile Brennstoffe verfeuern zu können, der träumt von einer Welt jenseits der Naturgesetze.

    #330372

    teu

    Genau gesagt, werden fossile Brennstoffe völlig sinnlos verfeuert, um sogenannte erneuerbare Energie überhaupt möglich zu machen.

    #330373

    Gewagte These! Kommt auch ein Beleg dafür?

    #330374

    Ich möchte das Fossill @murphy sehen, wenn er 20 € / l Benzin an der Tankstelle zahlt.

    #330375

    Speziell die Biomasse werden wir uns nicht unbegrenzt leisten können auszubauen, irgendwann haben wir keinen Platz für Maisfelder mehr und Bäume wachsen einfach zu langsam und werden als Co2 Speicher gebraucht um sie sinnlos in Pellets zu verwandeln und durch den Schornstein zu jagen. Wasserkraftanlagen in den Gebirgen nur da formiert sich ja Wiederstand in Form von BI`s weil da sja ein Eingriff in die Natur ist.

    #330402

    McPoldy, du glaubst doch nicht wirklich, dass unsere Biomasse für die Stromerzeugung, damit wir hier immer einen warmen Arsch haben, auf unseren Feldern wächst. Jetzt noch, sicherlich. Aber zukünftig anderswo. Ist alles schon angelegt, trotz Verschandelung unserer Landschaften.

    #330404

    Ich muß übrigens ab 1.Januar 2019 auch wieder mehr für Energie bezahlen. Offshore-Netzumlage und Folgen sind die Zauberformel. Und die Netzbetreiber erhöhen gleich auch nochmal. Mal sehen, was ab 1. Januar 2019 dann tatsächlich herauskommt.

    #330405

    Mein HALplus Arbeitspreis von der EVH sinkt geringfügig von 25,28 Cent/kwh auf 25,10 Cent/kwh.

    #330406

    Niemand muss mehr Stromkosten fürchten, wenn er Strom spart.

    #330411

    War falscher Thread.

    #330416

    Es hat niemand gesagt, dass es billig wird.

    Doch die Menschenfreunde, welche mit deinen Genossen Hartz IV verbrochen haben.

    #330418

    Es wär schön wenn es so wäre.

    Deutschlandweit liegt der Anteil von Wind- und Solarstrom bei ca. 15%.
    Und da ist er nicht mal geglättet. Um die natürlichen Schwankungen abzufangen sind Energiepuffer (z.B. Pumpspeicherwerke) notwendig, die nicht mal im Ansatz in ausreichender Zahl vorhanden sind.
    Deswegen leitet Deutschland seinen Strom auch zu den Nachbarländern, die ihn aber als Störquelle für ihre Spannungsstabilität ansehen und jetzt anfangen Sperren einzubauen.

    Weder der Anteil der erneuerbaren Energien ist somit ausreichend, noch die angebotene Qualität ist angemessen.
    Es sind jetzt schon unglaubliche Kosten angefallen für die Windräder und Solarparks. Diese reichen aber nicht aus.
    Erstens müssen noch wesentlich mehr Windräder (schön anzusehen) und Solarparks gebaut werden, um den Anteil an der Stromproduktion zu erhöhen.
    Zweitens muß wie gesagt dieser Strom gepuffert werden. Dazu ist die ca. 10-fache Anzahl der heute vorhandenen Energiespeicher notwendig. Nochmals ein ungeheurer Aufwand.

    Es ist leider keine Erfolgsgeschichte.

    #330419

    Deutschlandweit liegt der Anteil von Wind- und Solarstrom bei ca. 15%.

    Bundesweit liegen die Erneuerbaren bei 36%.

    #330435

    Zu den erneuerbaren zählen aber auch Wasserkraft und Biomasse, die etwa 45% Anteil haben. Somit sind also ca. 0,55 * 36 = 19,8% aus Wind- und Sonnenenergie (meine 15% waren von 2013). Dies ist bei den Windradwäldern und Solarflächen erstaunlich wenig!

    Und davon kann man nicht mal den vollen Anteil nutzen, da der nutzbare Anteil unso höher ist, je besser die Glättung der anfallenden Spitzen erfolgt. Da aber die Glättung zur Zeit unzureichend ist, wird erzeugte Energie verschenkt.

    Jetzt muß man sich noch vorstellen, das die Kernenergie mit einem Anteil von ca. 13% ja auch noch abgeschaltet werden soll.

    Woher nehmen wir dann in Zukunft die Energie, wenn die Kohle auch stillgelegt wird? Sie hat 40% am Stromanteil! Hier werden also wieder Märchen erzählt!

    Aber Angie schafft das. Sie hat die Kernenergie ja wieder im Alleingang wegbeschlossen! Diese Frau ist wirklich wertvoll für unser Land.

    #330437

    Bundesweit liegen die Erneuerbaren bei 36%.

    Aber nur wenn man es sich schön rechnet. Da zählt auch der Strom rein, den man für einen negativen Preis ins Ausland verkaufen musste.

    Wäre schön wenn man irgendwann auch mal in einem vernünftigen Maße in die Infrastruktur investieren würde. Hätte man nicht einfach blind die Erzeugung gefördert, wären wir jetzt schon deutlich weiter.

    #330439

    @Luckyman exportieren müssen wir den Strom vor allem, weil wir statt flexibler Gaskraftwerke viele unflexible Kohlekraftwerke auf Volldampf betreiben. Stattdessen sollten wir so viel Kohle sparen wie irgend möglich ist, und die Kohlekraftwerke als Reserve für die Dunkelflaute nutzen.

    Wenn man ökonomisch weniger idiotisch steuert (z.B. müssen Energiespeicher 2x das Netzentgelt zahlen, Bunas Kohlekraftwerk steht aber so weit ich weiß entgeltfrei im Chemiepark zur Verfügung), kann man sicher auch Biomasse / Wasserkraft als Ausgleich zu Wind+Sonne betreiben. Biogas aus Gülle und Abwässern hat auch noch Potential.

    Aufgrund ästhetischer Unnannehmlichkeiten (spätrömische Dekadenz im Endstadium) haben wir aber statt einem Netzausbau ein Kanalbuddelprogramm aufgelegt, damit empfindliche Bayern (und jetzt auch Thüringer) nicht den unerträglichen Anblick von Strommasten ertragen müssen. Bauzeit und Kosten ungefähr 5x – 10x so hoch. Aktuelle Kosten besonders durch Regelenergie und Abregelung schmerzhaft relevant.

    Auch der Vollstopp der Erneuerbaren vor kurzem war dumm. Jede Tonne CO2, die wir aktuell aus den Schornsteinen blasen, müssen wir später für ein vielfaches der jetzt „gesparten“ paar Cent wieder rausholen und recarbonisieren. Praktischerweise dann auch unter viel schlechteren Bedingungen – ein paar Jahre Missernten, ein paar hundert Millionen Flüchtlinge in Europa später halt, und mit vielen verpulverten Rohstoffen. Falls unsere „stabile“ Demokratie dann überhaupt noch Zivilisation enthält – die ja schon beim kleinsten Windhauch nach totalitären menschenfeindlichen Saubermachern ruft.

    Die Auswahl aktuell ist also Beulenpest oder Schnupfen. Ich will jetzt keinen Schnupfen kleinreden. Vor allem keinen Männerschnupfen.

    Ich weiß, die ca. 150 Euro Mehrkosten pro Jahr und Haushalt durch die Netzumlage sind im durchschnittlichen deutschen Haushalt schon ein Viertel Tag Urlaub, oder eine anderthalbfache Tankfüllung, oder eine halbe Silvestesterparty. Oder ein Bruchteil des Wertes der weggeworfenen Lebensmittel? Jedenfalls lächerlich wenig gegenüber den späteren Folgekosten.

    Das Gute ist: ein Windrad dreht sich weiter, wenn nicht grade der Blitz einschlägt. Auch wenn wir mal nicht so viel importieren können.

    Verkehr und Verkehrtes in Halle - halle-verkehrt.de

    #330440

    @nixidee klar, mit dem Export zu negativen Preisen machen wir immerhin ein Milliarde plus im Jahr. https://www.energy-charts.de/trade_de.htm

    Verkehr und Verkehrtes in Halle - halle-verkehrt.de

    #330442

    @halleverkehrt
    Versteh mich nicht falsch.
    Ich bin nicht gegen die erneuerbaren Energien. Uns werden aber Märchen aufgetischt. Der Anteil von Wind- und Solarstrom ist erstaunlich gering!
    Das haut einfach nicht hin in der Energiebilanz. Es sei denn es gibt bald einen merklichen Technologiesprung.

    Und wir reden nur vom Strom. Der notwendige Energiebedarf für die Wärmeversorgung oder der Treibstoff für den Luft-, Wasser-, Straßenverkehr ist da noch nicht mal drin.
    Elektroautos helfen da auch nicht weiter, da der jetzigen Anteil aus erneuerbaren Energien nicht ausreicht. Also kommt auch deren Strom zum Großteil aus Kohle und Erdgas.

    Wenn also Kernenrgie und Kohle zurückgefahren werden, dann steht Deutschland still oder muß Unsummen für eingekauften Strom ausgeben.
    Deutschland steht mit dem doppelten Ausstieg (Kernenergie und Kohle) allein auf weiter Flur.

    #330448

    Wenn die Wende nicht gekommen wäre, wären wir in „Gau-„Weite eines KKW, strahlend schön.

    Warum muss zB die Hochstraße, da wo nur Kfz fahren, beleuchtet sein?

    #330449

    @nixidee klar, mit dem Export zu negativen Preisen machen wir immerhin ein Milliarde plus im Jahr. https://www.energy-charts.de/trade_de.htm

    Auch das ändert nichts an beschönigenden Berechnung.

    Ich weiß, die ca. 150 Euro Mehrkosten pro Jahr und Haushalt durch die Netzumlage sind im durchschnittlichen deutschen Haushalt schon ein Viertel Tag Urlaub, oder eine anderthalbfache Tankfüllung, oder eine halbe Silvestesterparty. Oder ein Bruchteil des Wertes der weggeworfenen Lebensmittel? Jedenfalls lächerlich wenig gegenüber den späteren Folgekosten.

    150€ ist ein Viertel Tag Urlaub? Ich habe dir wenig zugetraut und du hast mich dennoch negativ überrascht. Erklärt aber deine generell menschenverachtende Einstellung.

    #330460

    Mit meinem skeptischen Beitrag zu den „erneuerbaren Energien“ habe ich eine theoretische Diskussion entfacht. Fachleute, Pseudospezialisten und Träumer melden sich zu Wort.
    Grün Angehauchte träumen immer noch von der Lösung des Energieproblems. Die letzten 20 Jahre haben ja wohl erwiesen, dass wir einen Weg erhofften, der nicht die ultimative Lösung beinhaltet. Aber die Kosten sind explodiert.
    Die fossilen Energieträger gibt es immer noch, obwohl sie seit 50 Jahren zu Ende sein sollen.
    Wir bekämpfen den Verkehr, aber nur den Verkehr der Bevölkerung, nicht zum Beispiel den viel schadensträchtigeren von Luft- oder Schifffahrt. Und bei den Schiffen nur die Lappalie der Kreuzfahrtschiffe. Das ist Peanuts. Schaut euch die Containerschifffahrt an. Schaut den Luftverkehr an.

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