Tresorbauer investiert 10 Mio Euro in Halle-Queis

5. September 2013 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die russische Firma „Promet“, Osteuropas größter Hersteller von Tresoren und Sicherheitsmöbeln, wird im Star Park Halle A14 einen Produktionsstandort errichten.

Dafür hat das Unternehmen die Tochterfirma „Mitteldeutsche Tresorbau GmbH“ gegründet. In Queis sollen nun 10 Millionen Euro investiert werden. 70 neue Jobs will die Firma hier schaffen. „Hochwertige Jobs“, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff versprach. Gesucht werden vor allem Schweißer, Schlosser und CNC Maschinen-Operatoren sowie Hilfarbeiter und Bürokaufleute. Rekrutieren will das Unternehmen nur hier in der Region. Mit der Arbeitsagentur steht Promet bereits in Kontakt. Bewerbungen können geschickt werden an info@mdtb.de

Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, haben man im Rennen um Standorte eine andere Großstadt in Sachsen-Anhalt aus dem Rennen geworfen. Am 3. April hatte es den ersten Kontakt gegeben. Bereits am 29. April fiel die Entscheidung für Halle.

Derzeit läuft die Bauplanung. Im Frühjahr 2014 sollen die Bauarbeiten beginnen. Und schon im November kommenden Jahres soll die Produktion anlaufen. Das Unternehmen hat Filialen in Russland, der Ukraine, Kasachstan, Bulgarien, Saudi-Arabien und Polen. Im ersten bauabschnitt wird das Werk 4.500 Quadratmeter groß sein. Das Grundstück im Star Park habe man schon erworben. Produziert werden sollen in Phase 1 vorrangig größere Bankentresore in Halle. Genaue Aussagen zu den Stückzahlen konnte das Unternehmen noch nicht sagen. Als Kunden stellt sich das Unternehmen Banken, staatliche Institutionen sowie größere Firmen vor.

Promet-Geschäftsführer Evgeny Petrov war nach dem Zusammenfall der Sowjetunion 1991 als Jungingenieur für Metallurgie arbeitslos, wollte aber nicht faul zu Hause rumsitzen und seine Firma gegründet. Zunächst wurden nur Tresore anderer Unternehmen als Handelsfirma verkauft, 2000 kam die Produktion dazu. Derzeit spricht Petrov noch nicht deutsch. Seit sechs Wochen mache er aber einen Deutschkurs, hieß es. Das Unternehmen will den westeuropäischen Markt erobern. Deshalb seien die Safes nach ECB-S zertifiziert.

„Halle liegt ein einer sehr guten geografischen Lage“, so Petrov. „Der Flughafen ist das wichtigstee für jedes Geschäft.“ Daneben biete Sachsen-Anhalt weitere Entwicklungsmöglichkeiten. „Und ich finde, Halle ist schön. Das ist die absolute Wahrheit.“ Petrov lobte den Service und die Unterstützung durch Stadtverwaltung und Landesregierung. Dies kenne man aus anderen Ländern bislang nicht. „Das ist das Beste, was wir bis heute gesehen haben. Das übertrifft all unsere Erwartungen.“

„Ich bin froh darüber, das wir diese Investition nach Sachsen-Anhalt geholt haben“, so Ministerpräsident Haseloff. Man habe deutlich gemacht, „dass wir einen hervorragenden Standort haben.“ Den Star-Park nannte Haseloff ein „Premium-Gewerbegebiet“. Es gebe keine bessere Lage im Land, unter anderem wegen der Nähe des Flughafens und wegen der Autobahnen.

Das Gelände des Star Parks war einst für die BMW-Ansiedlung vorgesehen, die Stadt hatte dafür viel Geld in den Kauf der Flächen und Infrasturkturmaßnahmen investiert. Der Autobauer ging aber nach Leipzig, das Gelände lag brach. Also nahm die Stadt Halle weitere 50 Millionen in die Hand, um ein Gewerbegebiet zu errichten. Inzwischen haben sich hier bereits der chinesische Verpackungshersteller Greatview, das norwegische Solarunternehmen Innotech sowie die Bertelsmann-Tochter Arvato niedergelassen.

www.promet-safe.com

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