Star Park: Firmen machen Bogen um hallesches Gebiet

14. Januar 2014 | Wirtschaft | 6 Kommentare

Zusammen mit dem Saalekreis betreibt die Stadt Halle (Saale) das Gewerbegebiet „Star Park“ in Queis direkt an der A14.

Die Gewerbeflächen liegen zum Teil im Saalekreis, zm Teil auch auf halleschem Gebiet. Doch um den Boden der Saalestadt machen die Unternehmen einen Bogen. „Alle Ansiedlungen im Star Park fanden bisher im Hoheitsgebiet des Saalekreises statt“, erklärte nun Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann. Grund sei der Gewerbesteuer-Hebesatz. Siedeln sich die Firmen auf halleschem Grund und Boden an, dann zahlen sie mehr Steuern. Also wird lieber auf Saalekreis-Boden gebaut. Immerhin, auch von dort landen alle Gewerbesteuereinnahmen in Halle.

Das Gelände des Star Parks war einst für die BMW-Ansiedlung vorgesehen, die Stadt hatte dafür viel Geld in den Kauf der Flächen und Infrasturkturmaßnahmen investiert. Der Autobauer ging aber nach Leipzig, das Gelände lag brach. Also nahm die Stadt Halle weitere 50 Millionen in die Hand, um ein Gewerbegebiet zu errichten. Insgesamt sind in die Erschließung bislang 115 Millionen Euro geflossen. Inzwischen haben sich hier bereits der chinesische Verpackungshersteller Greatview, das norwegische Solarunternehmen Innotech, die Bertelsmann-Tochter Arvato und der russische Tresorhersteller Promet niedergelassen.

Derzeit ist der Star Park ein finanzielles Risiko für die Stadt. Im laufenden Jahr muss die Stadt einen Überbrückungskredit von 1,9 Millionen Euro beisteuern. Insgesamt verfügt das Gewerbegebiet über 230 Hektar. Ein Zehntel davon ist bislang an Unternehmen verkauft.

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