Stadtwerke wollen Fernwärmenetz in Halle ausbauen

13. Februar 2015 | Wirtschaft | 2 Kommentare

Jahrelang ging es mit den Abnehmerzahlen der Fernwärme in Halle (Saale) bergab. Grund war der massive Abriss in den Großwohnsiedlungen wie Silberhöhe und Neustadt.
Heizung
Doch die Stadtwerke Halle setzen jetzt wieder auf eine Erweiterung. „Wir bauen die Fernwärme aus auch über Vorranggebiete hinaus“, umschreiben die Stadtwerke ihre künftige Strategie.

So sei es geplant, den Technologiestandort Weinberg Campus zu stärken. Hier ist nach Stadtwerke-Angaben der Maschenschluss aus Richtung Begonienstraße und aus Richtung Otto‐Eisfeld‐Straße vorgesehen. Geprüft wird zudem, über das Fernwärmesystem die Forschungseinrichtungen auch mit Kälte zu versorgen. So wird es bereits am Bergmannstrost-Krankenhaus praktiziert.

Größtes Projekt im laufenden Jahr wird die Erneuerung von 140 Metern der sogenannten „Trasse 16“ in der Haflinger Straße. Hier werden 2 Rohre der Nennweiten von 600 mm Durchmesser erneuert. 1,5 Millionen Euro werden investiert. Fortgeführt wird der Anschluss der Wohnhäuser an der Vogelweide an die Fernwärme, 400.000 Euro werden die Stadtwerke hier investieren. Und auch das neue Wohnprojekt „Königsviertel“ in der Niemeyerstraße wird für 350.000 Euro an die Fernwärme angeschlossen.

Fernwärme gilt als umweltfreundlich. So wird im halleschen Heißwassersystem die Fernwärme mit dem deutschlandweit geringsten Primärenergiefaktor erzeugt und liegt nur knapp über dem Einsatz von erneuerbaren Energien.

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