Stadtrat will Fusion von GWG und HWG prüfen lassen

8. Mai 2013 | Wirtschaft | 3 Kommentare

Die beiden städtischen Vermieter HWG und GWG sollen zu einem gemeinsamen Unternehmen fusionieren. Die FDP-Stadtratsfraktion will, dass die Stadtverwaltung eine entsprechende Verschmelzung prüft.

Bislang war eine Fusion von Hallescher Wohnungsgesellschaft (HWG) und Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH (GWG) an rechtlichen Hürden gescheitert, die mittlerweile nicht mehr bestehen. Die Stadt hätte nämlich eine hohe Grunderwerbssteuer abführen müssen. Doch die gesetzlichen Voraussetzungen haben sich geändert. § 6a des Grunderwerbssteuergesetzes lässt inzwischen eine steuerbefreite Verschmelzung unter bestimmten Voraussetzungen zu, beispielsweise wenn beide Kapitalgesellschaften in den letzten fünf Jahren zu mindestens 95% demselben herrschenden Unternehmen oder Gebietskörperschaft gehörten. Das ist bei beiden Unternehmen der Fall, der Stadt gehören GWG und HWG zu je 100 Prozent.

Auch Sparberater Jens Rauschenbach hatte eine Fusion zumindest vorgeschlagen. Und vor drei Jahren wollten bereits die Fraktionen MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM, der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU eine Verschmelzung prüfen lassen. Demnach dürfte sich eine Mehrheit für den Antrag anbahnen.

„Synergieeffekte durch die Verschmelzung ergeben sich durch den Abbau von Doppelstrukturen. Vor allem die Verringerung der Verwaltungskosten durch die Reduzierung des Personals in der Leistungsebene ermöglicht neben einem höheren Beitrag zur halleschen Haushaltskonsolidierung eine Investition in die Verbesserung der Kunden- bzw. Mieterfreundlichkeit“, meint der FDP-Fraktionsvorsitzende Gerry Kley. Zudem könne so die Finanzstärke des Unternehmens gestärkt werden. Kley kritisiert auch den Ankauf von Wohnungen in der Dessauer Straße 174-182 durch die GWG. Diese mache laut Kley aus Sicht der Stadt Halle (Saale) als Gesellschafter wenig Sinn, „wenn bei der HWG weiterhin Finanzbedarf für die Sanierung von Wohngebäuden besteht.“

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