Stadt Halle stellt Wirtschaftsförderung neu auf und schafft Beirat

19. März 2014 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Das Thema Wirtschaft ist in Halle (Saale) künftig direkt bei Oberbürgermeister Bernd Wiegand angesiedelt. Am Mittwoch stellte er seine Pläne für die Neuaufstellung der Stadtverwaltung in diesem Bereich vor.

RatshofDie neue Struktur der Metropolregion erfordere auch eine Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung, so Wiegand. Seit Monaten arbeite man bereits daran. Das Dienstleistungszentrum Wirtschaft soll ein stärkeres Gewicht bekommen. Der amtierende Leiter Dietmar Weichler kann künftig durch Umstrukturierungen innerhalb der Verwaltung auf 20 statt auf bisher vier Mitarbeiter zurückgreifen. Das ist laut Weichler auch nötig, haben sich doch die Anfragen aus der Wirtschaft verdoppelt. Ziele des DLZ sind die flexible Gesamtbetreuung der Unternehmen sowie Unterstützung bei Finanzierung, Kontakten und Betreuung. Laut Wiegand wolle man zudem sehr kurze Fristen für Bauvoranfragen erreichen.

Das DLZ wird dazu in 3 Teams unterteilt: Pflege von Bestandsunternehmen, Ansiedlung sowie Standortentwicklung. Im letzteren Bereich zählt es unter anderem zu den Aufgaben, Gewerbeflächen zu entwickeln, wie den Star Park. Ziel sei es, auch zu gestalten und nicht nur zu verwalten. Man wolle Ideen entwickeln und mit innovativen Unternehmen reden. Zudem gebe es Industrieflächen die weiterentwickelt werden müssten. So wolle man unansehnliche Brachflächen aufarbeiten und weiterentwickeln, Gestaltungsvorschläge in die verantwortlichen Unternehmen reinbringen. Zudem gebe es in einigen Gewerbegebieten das Problem, dass sich die Firmen untereinander kaum kennen. Das wolle man ändern.

Einführen will Wiegand außerdem einen Wirtschaftsförderungsbeirat. Dieser soll die Stadt bei der Akquise von Ansiedlungen sowie Repräsentationen unterstützen. In dem Beirat sollen Vertreter des ISW, der Investitionsbank, des Vereins Pro Halle, der Universität, Fraunhofer, Saalesparkasse sowie ein Vertreter städtischer Wirtschaftsunternehmen mitwirken. Die konstituierende Sitzung findet am 26. März statt.

Gegründet wird außerdem ein Arbeitskreis, der konkrete Projekte entwickeln soll, um die Standortbedingungen zu verbessern. Hier arbeiten der Leiter des Dienstleistungszentrums Wirtschaft, die Geschäftsführer von Stadtwerken, HWG, GWG und TGZ, sowie je ein Vertreter der Universität, IHK, Handwerkskammer, Saalesparkasse, MMZ und Metropolregion mit. Die konstituierende Sitzung ist für den 3. April geplant.

Daneben wird es einen Wirtschaftsbeauftragten geben. Dieser soll Koordinierungsaufgaben übernehmen und ist zentraler Ansprechpartner für das Land sowie für Neuansiedlungen.

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