Sportparadies: Zweifel an Genossenschafts-Lösung

3. Februar 2013 | Wirtschaft | 2 Kommentare

Wie geht es weiter mit dem Sportparadies im Böllberger Weg in Halle (Saale)? Seit mehr als anderthalb Jahren steht die Baustelle still, jetzt soll eine Genossenschaft das Großprojekt doch noch retten (HalleSpektrum.de berichtete).

Doch Zweifel, ob das eine Lösung sein kann, ist bereits aufgekommen. „Ich glaubte nicht an das Modell“, erklärte Sabine Wolff (Neues Forum) im Sportausschuss. Bildungsdezernent Tobias Kogge, der für die Schulturnhallen zuständig ist, sieht unter anderem versicherungstechnische Probleme. Denn das Genossenschaftsmodell sieht vor, dass der Sportkomplex tagsüber für Schulsport genutzt wird. Kogge glaubt nicht, dass viele Schulen bereit sind, die entstehenden Wege auf sich zu nehmen. Zudem befürchtet er steigende Kosten. Denn bislang kostet der Schulsport die Stadt 12 Euro pro Stunde. Bevor die Räte das Genossenschaftsmodell bevorzugen, sollten sie erst einmal klären, welche Schulturnhallen sie dafür schließen wollen.

Reik Müller (CDU) begrüßt dagegen die Pläne. „Wir wollen, dass an einer Lösung gefeilt wird.“ Er forderte die Ratskollegen auf, eine Diskussion darüber nicht zu blockieren. Ähnlich sieht das Thomas Prochow, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB), der die Idee mutig nennt. „Er legt einen Finger in die Wunde. Wir haben in Halle Probleme mit vernünftigen Sportstätten.“ Es solle diskutiert werden, was geht und nicht darüber, was nicht geht.

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