Spatenstich am Waldstraßenviertel

2. Oktober 2012 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Panzerhallen sind verschwunden, die Mannschaftsbaracken abgerissen: außer einem Stacheldrahtzaun erinnert an der Waldstraße in Halle (Saale) so gut wie nichts mehr an die ehemalige Kaserne. Am Dienstagnachmittag war Spatenstich für den Neubeginn. Denn ein neues Wohngebiet wird hier entstehen. Zunächst werden Leitungen verlegt und Straßen gebaut. Ab kommendem Frühjahr sollen dann die ersten Häuser hochgezogen werden.

Er sei überwältigt von der Resonanz auf das Gebiet, sagte Thomas Siewert, dessen Bauunternehmen das Gebiet entwickelt. Normalerweise dauere es immer einige Zeit, bis die Entwicklung in einem neuen Wohngebiet in Gang komme. Doch hier seien schon 50 Prozent aller Bauflächen verbindlich reserviert. Im ersten Bauabschnitt sollen 36 Wohnhäuser entstehen, mittelfristig sollen es 100 sein. Die Grundstücksgröße beträgt 500 bis 800 qm. Die positive Entwicklung weise zum einen auf die gute Lage des Gebiets hin, zeigte aber auch, dass Bauplätze in halle langsam knapp werden.

Erfreut darüber, dass etwas passiert, ist auch Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados. Sie wohn ganz in der Nähe und fährt nach eigener Auskunft seit 17 Jahren hier täglich vorbei. Doch schon zu DDR-Zeiten, „als ich noch bei der Hygiene war“, sei ihr das Gebiet bekannt gewesen. Denn da habe sich vom Hygieneamt eine Werkstatt in Lettin befunden. Durch gute Beziehung hätten die Mitarbeiter auch die eigentlich für Nicht-Armeeangehörige geschlossene Gaststätte nutzen können. „Damals habe ich schon gesehen, wie weitläufig das Gelände ist.“ Szabados erinnerte an einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 1990. Damals hatten sich die Räte ausgesprochen, dass man keine Armee mehr in der Stadt wolle. „2007 hat uns das eingeholt.“ Zwar sei der Weggang der Bundeswehr ein harter Schlag für die Stadt gewesen, viele gutbezahlte Arbeitsplätze seien verloren gegangen. Doch nun entstehe etwas neues und sorge auch dafür, dass der Stadtteil Heide-Nord aufgewertet werde. Das Stadtoberhaupt lobte Siewert als verlässlichen Partner. Durch ihn sei es gelungen, den Sportkomplex zu erhalten.

Am Ende gab es dann auch noch einen neuen Spaten für die Sammlung der Oberbürgereisterin. Und das Depot des Stadtmuseums bekommt damit erneut Zuwachs.

Mehr über das Bauprojekt lesen Sie hier.

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