Sachsen-Anhalts Industriebetriebe laut IHK überregional erfolgreich

2. Februar 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Industrieunternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen 15 Jahren ihren Absatzschwerpunkt zunehmend auf überregionale Märkte verschoben. Damit hat die Branche bewiesen, dass sie international wettbewerbsfähig ist. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung von Umfragedaten der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK).

„Die erfolgreiche Entwicklung der regionalen Industrie und ihre gestiegene Wettbewerbsfähigkeit in den vergangenen Jahren ist eine beachtliche Leistung“, kommentiert Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK, die Analyse. Das von den Unternehmen angegebene Hauptabsatzgebiet hat sich vielfach weg von der regionalen Ebene innerhalb der neuen Bundesländer auf überregionale Märkte verschoben. Waren es im Jahr 2000 noch 56,4 Prozent der Unternehmen, die ihren Schwerpunkt regional gesehen haben, lag der Anteil 2014 nur noch bei 38,4 Prozent. Dementsprechend stieg die Fokussierung auf die alten Bundesländer und das Ausland. Die Auslandsmärkte sehen aktuell 21,2 Prozent als Hauptabsatzgebiet, vor 15 Jahren waren es gerade einmal 5,7 Prozent der Industrieunternehmen.

„Diese Orientierung auf überregionale Märkte ist auch absolut notwendig, um der Wachstumsbegrenzung, die sich aufgrund demografisch bedingter Schrumpfung auf regionalen Märkten ergibt, zu überwinden. Die Industrie als wichtigster Wachstumsmotor sollte also weiter gestärkt werden. Neben qualifizierten Fachkräften, international konkurrenzfähigen Löhnen und guter Infrastruktur bedarf es dafür vor allem eines investitionsfreundlichen Klimas. In diesem Zusammenhang ist nicht nur an eine entsprechende Schwerpunktsetzung der Politik – insbesondere bei der Wirtschaftspolitik – zu denken. Sondern von großer Bedeutung ist zudem die Akzeptanz der Bevölkerung für zukunftsgerichtete Investitionen.

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