Sachsen-Anhalt belegt Spitzenplatz bei erneuerbaren Energien

28. Dezember 2012 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Sachsen-Anhalt gehört bundesweit zu dem Vorbildländern bei Ökostrom. 40,7 Prozent des hier erzeugten Stroms kommen aus erneuerbaren Energien, den übrigen Anteil machen vor allem Kohle und Gas aus. Damit erfüllt Sachsen-Anhalt bereits jetzt das bundesweit ausgegebene Ziel, dass erneuerbare Energien im Jahr 2020 an der Stromerzeugung einen Anteil von 35 Prozent haben sollen.

„Sachsen-Anhalt produziert aber mehr Strom, als es verbraucht“, sagte Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes am Freitag. Denn mit Blick auf den hier verbrauchten Strom stellt sich die Situation noch besser dar. Bereits jetzt kommen zwei Drittel (66 Prozent) davon aus erneuerbaren Energien.

Den größten Anteil daran hat übrigens nicht etwa in gerade in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren gehypte Solarwirtschaft. Mit erzeugten 528 GWh macht die Photovoltaik eher einen geringen Anteil aus. Stattdessen spielt die Windenergie (2011: 5.834 GWh/ 2010: 4.846) eine gewichtige Rolle. Damit produziert Sachsen-Anhalt etwa 15 Prozent der gesamten Windenergie Deutschlands. Noch stärker im Geschäft sind nur nach Niedersachsen und Brandenburg. Aktuell gibt es im Land 2.352 Windenergieanlagen, 68 neue wurden 2011 errichtet. Halle (Saale) ist übrigens unter den Kreisen und Kreisfreien Städte als einzige ohne solche Anlagen, auch bei Solarenergie liegt Halle mit einer installierten Leistung von 0,5 MWp landesweit ganz hinten. Platz zwei bei der Stromerzeugung macht Biomasse mit 2.383 GWh aus, neben Magdeburg und Dessau-Rosslau hat Halle ebenfalls keine solchen Anlagen. Durch Deponiegas werden 74 GWh Strom erzeugt, durch Wasserkraft 85 GWh.

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