Saalesparkasse steigert die Bilanz um 300 Mio Euro

14. Mai 2014 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Die Saalesparkasse in Halle (Saale) konnte nach einer Delle im vergangenen Jahr nun ihre Bilanz wieder verbessern. Nach Angaben des Kreditinstituts fiel die Bilanzsumme mit 3,818 Milliarden Euro um 300 Millionen Euro höher aus als 2012. „Wir sind mit dem Jahr 2013 zufrieden“, so der Sparkassen-Vorstand.

Der Vorstandsvorsitzende der Saalesparkasse, Roger Schenkel, stellte am Mittwoch die Bilanz des Jahres 2013 vor.

Der Vorstandsvorsitzende der Saalesparkasse, Roger Schenkel, stellte am Mittwoch die Bilanz des Jahres 2013 vor.

Die Zahl der Kundeneinlagen stieg von 2,962 auf 3,072 Milliarden Euro. Einen deutlichen Anstieg gab es von 2,811 auf 2,971 Milliarden bei kurzfristigen Anlagen, wohingegen mittel- und langfristige Anlagen von 151 auf 101 Millionen zurückgingen. Das liegt an den niedrigen Zinsen, zu denen die Kunden ihre Gelder nicht mehr anlegen wollen. Dagegen gab es erneut eine Zunahme beim ausgereichten Kreditvolumen von 1,306 auf 1,441 Milliarden. Der Anteil der Kommunen liegt dabei bei 84,4 Millionen Euro und damit 500.0000 Euro geringer als im Jahr zuvor. Im Jahr 2011 hatten Kommunen noch 134,5 Millionen Euro bei den Banken gepumpt. Die Summe der Kreditneuvergaben sank von 289 auf 245 Millionen Euro, liegt aber weiterhin über dem Jahr 2011 (213 Millionen).

Der Zinsüberschuss beträgt 83,9 Millionen Euro (+1 Mio), der Provisionsüberschuss lag wie im Jahr zuvor bei 26,3 Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand sank um 1,3 Millionen auf 71 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern sank deutlich von 38,5 auf 23,4 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn liegt mit 2 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau. Die Sparkasse ist auch für das städtische Leben wichtig. 8,6 Millionen Euro Steuern zahlt die Sparkasse. 3,5 Millionen Euro wurden für Förderungen und Sponsoring ausgegeben, wie beispielsweise das Kunstforum, Unterstützung von Vereinen und Veranstaltungen. Im Gegensatz zu Privatbanken werden bei den Sparkassen die Gewinne für gemeinnützige Zwecke genutzt.

Die Sparkasse will nach eigenen Angaben weiter auf ein starkes Filialnetz mit 49 Niederlassungen setzen. Jedoch wurden zum 30. April die Filialen in Merseburg-Süd und am Braunschweiger Bogen in Halle-Neustadt dicht gemacht. Eine weitere Filiale wird am Steintor geschlossen. Der Zeitpunkt hierfür ist noch unklar.
Kunden in Merseburg werden künftig vom Sparkassenbus betreut, die Neustädter Kunden mit in der Filiale in der Neustädter Passage, im Zentrum des Stadtteils. In Halle-Dölau erhielt die Sparkasse einen neuen Standort im alten Gaswerk, im Gegenzug wurden die Filialen in Heide-Nord und die alte Niederlassung in Dölau geschlossen. Spätestens Ende 2015 wird auch die Filiale am Steintor geschlossen. Daneben zog die Filiale Freiimfelder Straße um. Sie ist nun an der Berliner Brücke zwischen Supermarkt und Papenburg-Hochhaus zu finden. Dafür wurde ein kleiner Neubau errichtet. Zum 2. Januar hat die Saalesparkasse zudem ihren zweiten Sparkassenbus in Betrieb genommen. Zwei mobile Filialen fahren verschiedene Orte im Saalekreis an. Neu im Tourenplan sind Queis, Wallwitz, Oppin, Raßnitz und Wallendorf.

Gelobt wurde die Saalesparkasse bei einem Kundenranking der Zeitschrift „Focus Money“. Dort erhielt das Kreditinstitut die Auszeichnung für die beste Kundenberatung. Damit ist die hallesche Sparkasse zum vierten Mal in Folge Sieger bei Focus Money CityContest.

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