Regierungspräsidum: Baustart im Frühjahr 2013

11. September 2012 | Wirtschaft | 9 Kommentare

Das seit 2008 leer stehende ehemalige Regierungspräsidium im Paulusviertel in Halle (Saale) wird im kommenden Jahr saniert. „Wir beginnen Anfang des Jahres mit der Baufeldfreimachung“, sagte Ralf Mettin, Abteilungsleiter bei der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG) auf Nachfrage von HalleSpektrum.de. Im Frühjahr 2013 sollen dann die Sanierung der Bestandsgebäude und die Errichtung eines Neubaus beginnen. Bereits 2014 können die ersten Bewohner einziehen. Realisiert wird das Millionenprojekt „Wohnpark im Paulusviertel“ gemeinsam von HWG und der Baufirma Papenburg, die dafür das Unternehmen „Hallesche Gesellschaft für Wohnen und Stadtentwicklung“ gegründet haben.

Die Ausschreibung zur Gestaltung hat Architekt Gregor Fuchshuber aus Leipzig gewonnen. Im Vergleich zur ersten Grobplanung gibt es nun einige Unterschiede. So werden statt einer zwei Tiefgaragen errichtet. Unter dem alten Regierungspräsidium entstehen 60 Stellplätze, weitere 76 unter dem geplanten Neubau. Der soll im Kreuzungsbereich Schleiermacherstraße / Robert-Blum-Straße entstehen. 78 Wohnungen sind hier vorgesehen. Der Neubau hat dabei verschiedene Geschosse. Die Höhe orientiert sich dabei an den gegenüberliegenden Gebäuden. Bewohner erhalten hier Loggien, Erker und Wintergärten.

Der Altbau des Regierungspräsidiums wird überwiegend für Wohnungen genutzt. 52 vorrangig Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen sind hier geplant. Einige wenige Zwei.Zimmer-Wohnungen sowie größere Wohnungen bis 170 Quadratmeter im Dachgeschoss soll es geben. Alle Wohnungen werden mit Balkonen, vorrangig zum Innenhof, ausgestattet. Im südlichen Bereich des Gebäudes soll im Souterrain eine Apotheke einziehen, in der nördlichen Hälfte sind eine Kita und ein Hort über zwei Etagen vorgesehen.

Die auf dem Gelände befindliche Villa wird ebenfalls saniert. Sie soll als Ärztehaus mit vier Praxen dienen. Für das Gebäude hatte es eine Initiative gegeben, die hier ein Cafe einrichten wollte, bekam aber keinen Zuschlag.

Im Hof soll zudem ein offener Bewohnerpark entstehen. Teilweise werden auch neue Bäume gepflanzt. Auch ein kleiner Spielplatz soll eingerichtet werden.

Am kommenden Montag wird sich der Gestaltungsbeirat mit dem Bauvorhaben beschäftigen und möglicherweise Änderungsvorschläge unterbreiten. Diese sind aber nicht bindend. Erstmals nach zwei Jahren kommt das Gremium damit überhaupt zusammen. Wegen der Haushaltslage der Stadt hatte die Verwaltung seit geraumer Zeit keine Sitzungen des Gestaltungsbeirats mehr einberufen.

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