Post-Mitarbeiter in Halle streikten in der Nacht

12. Mai 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Am Dienstag könnten Briefe und Pakete wieder später kommen. In den Post-Niederlassungen in Erfurt, Dresden, Leipzig, Halle (Saale) und Magdeburg streikten die Mitarbeiter. Von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen sind laut ver.di die Beförderung, der Umschlag und die Zustellung von Brief- und Paketsendungen.

Grund für die neuerlichen Proteste ist die vierte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, bei denen erneut keine Einigung im Tarifkonflikt erreicht werden konnte. Nach wie vor verweigere die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot zu der seit März auf dem Tisch liegenden Forderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von 38,5 Stunden auf 36 Stunden.

Anstelle der geforderten Verkürzung biete die Arbeitgeberseite eine Verlängerung der Kurzpausen um 37 Sekunden je Stunde an, so ver.di. Auch umfasse das Angebot eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis 31.Dezember 2018. Jedoch sei die Deutsche Post AG nicht bereit, den Schutz vor Fremdvergabe für die Brief-, Paket- und Verbundzustellung über den 31.Dezember 2015 hinaus zu verlängern. Für ver.di allerdings sei klar, dass ohne einen rechtssicheren Schutz vor Fremdvergabe keine Sicherheit und Perspektive für die Beschäftigten geben könne.

„Der Vorstand der Deutschen Post AG fordert die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft mit dieser Mogelpackung heraus und trägt für die weitere Eskalation allein die Verantwortung“, erklärte Andreas Wiedemann ver.di Fachbereichsleiter für Postdienste. Es müsse endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch, so Wiedemann weiter.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben