Oh es riecht gut: Angehende Bäcker legen Meisterprüfung ab

14. Januar 2013 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Aufbacken kann so ziemlich Jeder. Aber selbst Hand anlegen und kulinarische Meisterwerk kreieren, das ist nur wenigen vergönnt.

Doch 14 junge Männer aus dem Bereich der Handwerkskammer Halle schicken sich an, die Fahne des Bäckerhandwerks hochzuhalten. Am Montag legten sie im Maritim-Hotel in Halle (Saale) ihre praktische Meisterprüfung mit ihren Meisterstücken ab. Insgesamt besteht die Meisterprüfung aus vier Teilen, darunter zwei theoretischen Komplexen. Unter anderem mussten am Montag Brote und Kuchen gebacken, Torten gestaltet, Schnittchen geschmiert und ein besonderes Schaustück hergerichtet werden.

Den Prüfern kam es dabei nicht nur auf Aussehen und Geschmack der einzelnen Produkte an, sondern auch auf die Gesamtpräsentation. Die gute Nachrichten: alle haben bestanden. Als beste Prüfungsarbeit wurde dabei die Arbeit eines angehenden Bäckermeisters aus Aschersleben gewertet. Er hatte die deutsche Teile und die Wiedervereinigung thematisiert, unter anderem auch mit einem großen gebackenen Brandenburger Tor. Aus Halle legte Tobias Neubauer seine Prüfung ab, der später einmal in dritter Generation den Familienbetrieb in der Adam-Kuckhoff-Straße übernehmen soll.

Derzeit gibt es im Süden Sachsen-Anhalts noch 214 Bäcker, das sind 7 weniger als vor einem Jahr. Insbesondere die Supermärkte und Backshops machen den Handwerkern zu schaffen. Auch steigende Preise für Strom und Zutaten sorgen für immer mehr Existenzprobleme. Die Zahl der Lehrlinge geht kontinuierlich zurück auf jetzt 114. Im Jahr 2010 waren es noch 172.

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