Nur jeder vierte Handwerksbetrieb bildet aus

18. Februar 2013 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Immer wieder ist vom Fachkräftemangel die Rede. Doch wo sollen die Spezialisten herkommen, wenn nicht ausgebildet wird?

Denn nur jeder vierte ausbildungsberechtigte Betrieb im Kammerbezirk Halle (Saale) bildet derzeit auch tatsächlich Lehrlinge aus. „Ein Versäumnis der Politik ist es aber, dass immer mehr Handwerksbetriebe ohne Ausbildungsbefähigung gegründet werden“, verweist Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, auf die Folgen der Handwerksnovellierung. So lasse sich das hohe Ausbildungsniveau im Handwerk auf Dauer nicht halten. Hier müsse wieder ein Umdenken stattfinden, um die Zahl an ausbildungsberechtigten Handwerksbetrieben und damit die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen.

Eine berufliche Zukunft und eine Perspektive in ihrer Heimatregion, das sind für die Inhaber von Handwerksbetrieben die wichtigsten Beweggründe für die Aufnahme und Ausbildung von Lehrlingen, wie eine Umfrage der Handwerkskammer Halle (Saale) ergab. Weitere Hauptmotive sind die Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs sowie die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen. „Aus seiner Tradition heraus ist das Handwerk generationsübergreifend ausgelegt“, betont Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle (Saale). Ausbildung sei für viele Handwerksbetriebe eine Herzensangelegenheit und wichtig zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Betriebs. Eine langfristige Bindung und Verantwortungsbewusstsein gehörten in vielen Handwerken zum Selbstverständnis. Die Erfahrungen mit Lehrlingen seien mehrheitlich gut.

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