Neuer Versuch: REWE-Markt in Neustadt soll größer werden

2. Januar 2015 | Wirtschaft | 22 Kommentare

Nachdem der Stadtrat vor einem Jahr die Vergrößerung des REWE-Marktes an der Hettstedter Straße in Halle-Neustadt abgelehnt hat, startet die Stadtverwaltung nun einen neuen Versuch zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Der Markt hat derzeit 800 Quadratmeter und soll künftig über 1.500 Quadratmeter verfügen.

„Geschäftsaufgaben oder gar eine Gefährdung des B-Zentrums Neustadt gehen von der Markterweiterung an der Hettstedter Straße nicht aus“, heißt es in der Vorlage von Baudezernent Uwe Stäglin. „Der um die geplante Verkaufsfläche erweiterte Markt in der Hettstedter Straße wird vielmehr als Vollversorger zu einer Qualitätsverbesserung des Angebotes in dem vorzugsweise von Lebensmitteldiscountern dominierten Umfeld in der westlichen Neustadt beitragen.“ Denn der größere Markt soll auch ein breiteres Produktangebot bereithalten.

Derzeit gibt es im 1-Kilometer-Radius um den Markt 8 Discounter, 2 Supermärkte und ein 1 SB-Warenhaus. 18.200 Einwohner wohnen in diesem Bereich. Laut Untersuchung durch die Stadtverwaltung wird für den größeren Markt von einem jährlichen Umsatzvolumen bis zu 5,1 Millionen Euro ausgegangen. Insbesondere das Neustadt-Centrum würde dies treffen, von dort bis zu 1,3 Millionen Euro Umsatz abziehen. Das Zentrum am Gastronom müsste mit bis zu 300.000 Euro weniger Umsatz rechnen. Die meisten anderen Supermärkte und Discounter im Umfeld müssten jeweils um die 100.000 Euro abgeben. Jedoch liegen die Zahlen überall bei unter 5 Prozent des jeweiligen jetzigen Umsatzvolumens der betroffenen Geschäfte.

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Dieses Thema enthält 22 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Bene vor 4 Jahre, 4 Monate.

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  • #131143

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    #131144

    „startet die Stadtverwaltung nun einen neuen Versuch zur Aufstellung eines Bebauungsplans.“
    Und irgendwann hat es die Verwaltung geschafft. Sie wittert Morgenluft. Die alten Beschlüsse können ja jederzeit aufgehoben werden.

    #131145

    Den vierspurigen Ausbau des REWE Marktes werden sie auch verhindern.

    #131153

    Bei 1500 Quadratmeter handelt es sich um einen normalen REWE-Markt und nicht um ein REWE-CENTER. Das hätte ich mir als pondon zu zwei EDEKA-CENTER schon eher vorstellen können.

    #131237

    Ist doch toll, dass sich die Stadt um den Erhalt der bestehenden Discounter kümmert und ihnen lästige Konkurrenz vom Leib hält. Das Zunftwesen hat sich doch seit Alters her bewährt. Und den Verbraucher freuts auch, da muß er für sein Geld weniger Ware schleppen.

    #131269

    Die Frage wäre wohl erst mal, ob sich das mit dem bestehenden Zentrenkonzept verträgt. Aber das hat ja die SPD in Ammendorf im letzten Jahr auch schon mal mitausgehebelt….

    #131270

    Was ist ein „pondon“? Ist vielleicht „Pendant“ gemeint?

    #131276

    Seitwann ist REWE ein Discounter? EDEKA war auch noch nie einer…

    #131288

    Recht hast du, aber die Konkurrenzsituation besteht dennoch.

    #131289

    Hier nochmal der Link zum Rewe-Marktkonzept:

    https://www.rewe.de/service/unternehmen/rewe-marktkonzepte.html

    #131297

    Konkurrenz belebt das Geschäft, und wie KONSUM schmeckt, wissen viele, deshalb gab’s ja auch HO, allerdings mit sehr viel den gleichen Produkten…

    #131305

    Konsum/Frida gibt es leider nicht in Halle. Die Frida-Märkte in Dresden gehören heute zu den besten Lebensmittelmärkten in Deutschland. Die Frischetheken sind eine Wucht und erst die Weinabteilung…

    #131307

    Ich lasse das von befreundeten Dresdener Gourmets überprüfen, Rosestock Holderblüh.

    #131308

    Ich lasse das von befreundeten Dresdener Gourmets überprüfen, Rosestock Holderblüh.

    Unbedingt den in der Tolkewitzerstraße im ehem. Busbahnhof nehmen. Ist eine Augenweide.

    #131309

    Zuerst werden die Kontrolleure den Frida-Laden in der Alaunstraße 21 unter die Lupe nehmen..

    #131312

    Ich kaufe meistens bei der Real,- existierenden Jungfrau ein. Einmal drin, alles hin.

    #131313

    Ich erhielt soeben eine Blitzantwort aus Dresden zum Frida/Konsum:
    „…dem kann ich von ganzem Herzen zustimmen. Ein Supermarkt der so gut sortierte Weine führt, dass man sich ein perfektes Preis- Leistungsverhältnis bilden kann, ist auch an der Käse- Wursttheke unübertroffen.“

    #131314

    Anonym

    Ich kaufe meistens bei der Real,- existierenden Jungfrau ein. Einmal drin, alles hin.

    Trittst du auch auf? Da kommt ja ein Knaller nach dem anderen!

    #131315

    Dann kann ich noch den syrischen Lebensmuttelmarkt im Neustädter Treff für regelmäßige Wocheneinkäufe empfehlen. Warenangebot jedenfalls frischer und besser (Kastanien, @wolli), frisches Lammfleisch, Obst und Gemüse, auch eher Ausgefalleneres, das bei EDEKA etc allenfalls verwelkt und eingeschweißt zu finden ist. Und Gewürze aller Art! Tatsächlich mein Geheimtip. Preise zivil, unter dem Niveau der vorgenannten supergeilen Läden, die Lebensmittel derart lieben, dass sie sie nur ungern an Kunden rausrücken.

    #136191

    Und ein 1000m-Radius ist ja wohl nicht der wahre Vergleich. Wer geht denn so weit naheinkaufen? Offenbar haben die Räte noch nie richtig Einkauf nach Hause geschleppt…

    #136519

    Ich verstehe nicht wirklich, warum ein Stadtrat sich da überhaupt reinhängt. Das geschäftliche Risiko liegt doch wohl immer noch bei dem jeweiligen Unternehmen.

    Das ist schon richtig. Allerdings haben Supermärkte auch erheblich Auswirkungen auf das Stadtbild und die Infrastrukturnutzung. Daher ist vor einem Bau oder einer Erweiterung natürlich auch eine Genehmigung seitens der Stadt erforderlich. Verfassungsrechtliche Grundlage ist Absatz 2 des Paragraphen 14 des Grundgesetzes: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

    #136546

    Na, und ob gute Einkaufsmöglichkeiten der Allgemeinheit dienen…

    Vom REWE bis zum Real sind es übrigens 700m… und dann sind ja viele Einkäufer dort noch nicht zuhaus…

    #136582

    Na, und ob gute Einkaufsmöglichkeiten der Allgemeinheit dienen…

    Vom REWE bis zum Real sind es übrigens 700m… und dann sind ja viele Einkäufer dort noch nicht zuhaus…

    Natürlich. Aber es wurde gefragt, warum der Stadtrat sich mit dieser Frage beschäftigt hat. Diese Frage habe ich beantwortet.

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