Neue Streiks bei Amazon – Mitarbeiter kritisieren Gewerkschaft ver.di

30. März 2014 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Einige Wochen war es still um Amazon. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Denn zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Geschäftsleitung herrscht Krieg. Deshalb ruft ver.di am Montag erneut zu Streik bei dem Internet-Versandriesen auf.

Die Gewerkschaft will tarifliche Regelungen zur Bezahlung, der Arbeitszeit- und Pausenregelung und zum Weihnachts- und Urlaubsgeld. Zudem fordert ver.di eine Entfristung nach spätestens 6 Monaten und tarifliche Regelungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld für die vielen tausend Weihnachtsaushilfen. Die Gewerkschaft will ein Einstiegshalt von 10,98 €, für die eingearbeiteten MitarbeiterInnen werden 11,73 € gefordert. Im vergangenen Jahr hatte Amazon erstmals ein Weihnachtsgeld von 400 Euro gezahlt, ver.di will aber 1.000 Euro.

Amazon lehnte erneuten Tarifverhandlungen ab, weshalb es nun neue Streiks gibt. Sowohl die Frühschicht um 5.30 Uhr als auch die Spätschicht um 14.30 Uhr werden an diesem Montag aufgefordert, sich zu beteiligen. „Wir haben Amazon nach dem Wochenstreik im Weihnachtsgeschäft viel Zeit gelassen, ihre Position zu der Aufnahme von Tarifverhandlungen zu überdenken. Nun liegt die erneute Ablehnung vor und darauf reagieren wir mit unseren Mitteln“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

„Es gibt keine Alternative zum Tarifvertrag. Wenn das Management seine Ansicht nicht ändert, werden wir die Streikserie aus dem letzten Jahr fortsetzen. Ich bin guter Dinge, dass wir in der Lage, sind in Leipzig und auch an anderen Standorten immer wieder zu Tages- oder Mehrtagesstreiks aufzurufen“, so ver.di Streikleiter Thomas Schneider. In einem Antwortschreiben an ver.di hatte das Amazon-Management die Aufnahme von Tarifverhandlungen abgelehnt.

amazonAllerdings stehen nicht alle Mitarbeiter hinter den Forderungen von ver.di. Sogar Unterschriften wurden gegen die Gewerkschaft und ihre Forderungen gesammelt. Die Beschäftigten befürchten einen Ansehensverlust von Amazon, dadurch weniger Kunden und einen Jobverlust.

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