MMZ: Wiegand setzt sich mit Mietern an einen Tisch

26. Januar 2014 | Wirtschaft | 1 Kommentar

In der vergangenen Wochen protestierten die Mieter des Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) in einem offenen Brief gegen die Stadtverwaltung. Anlass waren Äußerungen von Oberbürgermeister Bernd Wiegand zu einem möglichen Umzug. Die Mieter fühlten sich weder informiert noch einbezogen.

Nun setzt sich das Stadtoberhaupt mit den Mietern an einen Tisch. Am Dienstag steht ein Gesprächstermin an. Dabei will Wiegand insbesondere auf den Ernst der Lage hinweisen. Das MMZ sei „ein Fass ohne Boden“, seit Jahren arbeitet das MMZ defizitär, hinzu kommt der Hochwasserschaden von 20 Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Gebäude 21 Millionen Euro kosten, daraus wurden 33,1 Millionen Euro, der städtische Eigenanteil verdoppelte sich von 4,1 auf 9 Millionen Euro. Zwischen 2001 und 2013 habe das MMZ laut Wiegand zudem 2,3 Millionen Euro Betriebskostenzuschüsse erhalten, 700.000 Euro mehr als vorgesehen. „Wir müssen in die Wirtschaftlichkeit kommen“, machte Wiegand deutlich. Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann wurde vom Oberbürgermeister beauftragt, bis Monatsende Wirtschaftsplanungen und einen Fortführungskonzeption vorzulegen.

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