MMZ: Links-Fraktion kritisiert die Stadtverwaltung

24. Januar 2014 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Die Mieter des Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) rebellieren gegen Oberbürgermeister Bernd Wiegand – und erhalten dabei Unterstützung von der Stadtratsfraktion „Die Linke“. Das Verhalten der Stadtverwaltung nehme man mit Unverständnis zur Kenntnis, so der Fraktionsvorsitzende Bodo Meerheim.

Dass das MMZ schnell wieder ans Netz ging, sei richtig gewesen, schließlich sei nur ein Teil der Räumlichkeiten von den Fluten zerstört oder beschädigt worden. Die Mieter hätten viele Vorschläge zur Zukunft gemacht. „Das es zu diesen Maßnahmen kein zu einem Ergebnis führenden Dialog gab, ist für die Mieter, natürlich auch für uns, unverständlich“, schimpft Meerheim.

Man verstehe die Sorge der Mieter, „die das Rückgrat des MMZ, den Focus der Kreativwirtschaft in Halle bilden, das ohne Diskussion mit den betroffenen Mietern die Schließung, die Verlagerung des MMZ in die Öffentlichkeit getragen wird. So redet man die außerordentlich erfolgreichen Ansätze der Kreativwirtschaft in Halle kaputt.“

Zu Ideen von Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagt Meerheim: „Ein neues MMZ entsteht nicht einfach in 2-3 Jahren.“ Er fordere die verantwortlich Agierenden in der Stadtverwaltung auf, „sich unverzüglich den Vorschlägen, die den Erhalt der Existenz der beteiligten Firmen dienen, anzunehmen. Es ist mit wenig Aufwand zeitnah möglich, das Leistungsprofil Kinotonmischung mit der Bildbearbeitung in einer Postproduktionsallianz vereint wieder arbeiten zu lassen. Dieses Leistungsprofil zählt zu dem Kernstück des Multimediazentrums und ist zwischen Berlin und München nur in Halle zu finden. Warum setzt sich die Stadtverwaltung sich nicht für diese Vorschlägen ein, die schon lange auch Beschlusslage des Aufsichtsrates des MMZ sind.“

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