Mitarbeiter am Flughafen Leipzig-Halle streiken für mehr Lohn

27. April 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Lokführer, Piloten, Kita-Mitarbeiter – und jetzt auch das Bodenpersonal am Flughafen Leipzig-Halle. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter „Airport Service Leipzig GmbH“ zu einem Warnstreik auf. Dieser soll bis zum Mittag andauern. Grund sind die abgebrochenen Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Luftverkehr, der für diese beiden Unternehmen die Haustarifverhandlungen führt.

Ver.di führt seit 2014 Vergütungstarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband (Vergütungstarifvertrag ist im November 2014 ausgelaufen) und hat nach der dritten Verhandlungsrunde die Verhandlungen ohne neuen Termin abgebrochen.

„Wir sehen in diesem Warnstreik die einzige Möglichkeit, den Arbeitgeberverband dazu zu bringen, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, so die Einschätzung von Gerd Doepelheuer, dem ver.di Verhandlungsführer.

„Die von uns mehrfach eingebrachten Modifizierungen unseres Forderungspaketes mit dem Ziel, einen vertretbaren Kompromiss zu erzielen, scheiterten an der unnachgiebigen Haltung der Arbeitgeberseite“, so Doepelheuer.

Die Forderungen im Einzelnen:

· Für die Monate Dezember 2014 bis Februar 2015 eine Einmalzahlung von 300,- €;
· Ab dem 01.03.2015 eine lineare Tabellenerhöhung von 4 %;
· Eine Ergebnisbeteiligung ab dem Jahr 2014;
· Laufzeit des Vergütungstarifvertrages 01.11.2014 bis 30.11.2015.

Das Angebot des Arbeitgeberverbandes:

· Für die Monate Dezember 2014 bis Februar 2015 eine Einmalzahlung, die noch nicht beziffert wurde;
· Ab dem 01.03.2015 eine lineare Tabellenerhöhung von 1 %;
· Ab dem 01.11.2015 eine weitere lineare Tabellenerhöhung von 1 %;
· Laufzeit des Vergütungstarifvertrages vom 01.11.2014 – 30.11.2016;
· Eine Verschlechterung der Eingruppierung (Verlängerung der Verweildauer von jetzt 12 auf 18 Monate in den entsprechenden Vergütungsgruppen);
· Eine Ergebnisbeteiligung in unbezifferter Höhe

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