Kaufland, real, netto, H&M: Einzelhandels-Streiks in Halle gehen weiter

12. Juni 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Der Kampf um eine bessere Bezahlung im Einzelhandel geht weiter. Die Gewerkschaft ver.di ruft für den heutigen Freitag zu neuen Streiks in Halle (Saale) auf. Betroffen sind zudem die Regionen in und um Magdeburg, Erfurt, Sömmerda und Gera.

Bestreikt werden Kauflandmärkte, IKEA, real,- Märkte, netto und H&M. „Während die OBI-Beschäftigten für die Tarifbindung streiken, wird gemeinsam für eine deutliche Anhebung der Löhne und Gehälter gestreikt“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Die Geschäfte sind trotzdem geöffnet, weil nur ein Teil der Angestellten einer Gewerkschaft angehört. Allerdings kann es beispielsweise an den Kassen länger dauern.

„Die Arbeitgeber boten in der ersten Verhandlungsrunde lediglich 1,5 %, das sind 21 Cent pro Stunde. Das halten die Beschäftigten im Einzelhandel für völlig unzureichend. Täglich bewegen sie Tonnen an Ware, bemühen sich um eine freundliche Bedienung der Kunden und das mit immer weniger Personal, dafür fordern wir eine faire Bezahlung.“

„Mit unserer Forderung von 1 Euro pro Stunde wollen wir eine deutliche Erhöhung insbesondere in den unteren Einkommensgruppen erreichen. Wir brauchen existenzsichernde Einkommen. Dafür streiten und streiken die Beschäftigten im Einzelhandel“, so Lauenroth-Mago abschließend.

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden am 19. Juni um 11:00 Uhr im Mercure-Hotel Halle Peißen fortgesetzt.

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