Jeder siebte Handwerksbetrieb in der Region bemängelt Internetanbindung

21. August 2014 | Wirtschaft | 3 Kommentare

Die Internetanbindung lässt in vielen Teilen der Region noch zu wünschen übrig. So bemängelt jeder siebte Handwerksbetrieb, das sind 14 Prozent) in einer aktuellen Befragung der Handwerkskammer Halle die Geschwindigkeit seiner Internetverbindung.

„Schnelles Internet hat für die Handwerksbetriebe im Süden Sachsen-Anhalts eine zunehmend wichtige Bedeutung“ betonte Dr. Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle. Ein verstärkter Bedarf an Breitband-Internet sei neben dem Kfz-Gewerbe auch im Bauhauptgewerbe und Dienstleistungshandwerk festzustellen.

Viele Betriebe würden ihre aktuellen Datenübertragungsraten in naher Zukunft als nicht mehr ausreichend erachten (18 Prozent der befragten Handwerksbetriebe). Im Handwerk werden immer mehr Unternehmensaufgaben online erledigt. Auch der Umfang der Internet-Kommunikation und die Zahl der Web-Shops ist gestiegen. Weil das Handwerk traditionell in ländlichen Gebieten stark vertreten sei, begrüßte Rogahn den Ansatz der in Berlin vorgestellten „Digitalen Agenda“, bis 2018 überall hohe Übertragungsraten im Netz zu erreichen. „Das Handwerk wird die Bundesregierung an der Umsetzung dieses Vorhabens messen. Ein Flächenland wie Sachsen-Anhalt muss auch auf dem Land über schnelle Internetanbindungen verfügen.“

Immerhin in Halle ist Besserung in Sicht. Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro in neue Leitungen investieren.Im Paulusviertel sowie in Halle-Neustadt und im Bereich des Hermes-Areals sollen 200 Mbit-Leitungen verlegt werden, kündigte Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann am Dienstag in der Beigeordnetenkonferenz an. 192 Kilometer Kabel müssen dafür verlegt werden.

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