Industrie: mehr Mitarbeiter, weniger Umsatz

12. März 2013 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Sachsen-Anhalts Industriebetriebe ziehen für das Jahr 2012 eine durchwachsene Bilanz. Auf der Habenseite steht mit 109. 186 Personen ein Plus von 1,9 Prozent mehr Beschäftigten als noch 2011, die ihr Brot in der Industrie verdienen. Auf der anderen Seite sank der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 38,6 Milliarden EUR. Diese Angaben machte das Statistische Landesamt in Halle (Saale) anhand einer ersten Auswertung des abgelaufenen Jahres.

Hauptursache für den Umsatzrückgang war die Negativentwicklung in der Solarbranche. Im zugehörigen Wirtschaftszweig „Herstellung von elektronischen Erzeugnissen“ brachen die Umsätze auf nahezu die Hälfte ein. Ebenfalls rückläufig, aber in deutlich geringerem Umfang, waren die Umsätze in den für Sachsen-Anhalt wichtigen Bereichen „Metallerzeugung und -bearbeitung“ und Mineralölverarbeitung.

Diese Rückgänge konnten auch nicht von den Branchen kompensiert werden, in denen es besser lief. So stiegen die Umsätze in der Chemischen Industrie um 3,9 Prozent und in der Nahrungsmittelindustrie um 5,1 Prozent.

Auch bei der Beschäftigung wirkte sich die Krise im Solar Valley aus. Während in fast allen anderen Branchen – selbst in denen mit Umsatzrückgang – der Personalbestand aufgestockt wurde, ging die Beschäftigtenzahl im Wirtschaftszweig „Herstellung von elektronischen Erzeugnissen“ um knapp ein Fünftel zurück.

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