Immobilien in Halle sind gefragt

6. Januar 2013 | Wirtschaft | 6 Kommentare

Die aktuell niedrigen Zinsen haben dem Immobilienmarkt auch in Halle (Saale) einen Aufschwung gebracht. Allerdings steigen dadurch auch die Kaufpreise an, nachdem es in den letzten Jahren schon kontinuierlich nach oben ging.

Gegenüber Januar 2011 müssen für Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser auf breiter Front und im gesamten Stadtgebiet teilweise um bis zu 20% mehr gezahlt werden. Vor allem die Eigentümer von Renditeimmobilien seien die Profiteure gewesen, so Alexander Retzlaff, Geschäftsführer vom 3A Makler Netzwerk. Es habe im abgelaufenem Jahr „einen wie seit Jahren nicht da gewesenen Run auf Wohn- und Geschäftshäuser, sowie Entwicklungs- und Sanierungsimmobilien“ gegeben.

Wo vor Jahren Investoren Mindestrenditen von 12% bis 15% für Immobilieninvestitionen in der Saalestadt erwartet haben, gebe man sich jetzt mit 6% bis 8% zufrieden. Diese Entwicklung sei vor allem auf die deutlich gestiegenen Kaufpreise zurückzuführen.

Im Waldstraßenviertel entsteht ein neues Eigenheimgebiet

Ähnlich verhalte es sich am Markt für Privatimmobilien. Das Mühlwegviertel, Kröllwitz, Giebichenstein und Stadtrandgebiete vor allem im Norden waren auch in 2012 die gefragtesten Lagen. Einer Tatsache, der unter anderem die HWG und Papenburg mit einem Neubau am ehemaligen Regierungspräsidium nachkommen will. Und in Lettin entsteht das neue Waldstraßenviertel mit Eigenheimen. Selbst in weniger beliebten Lagen gebe es laut Retzlaff steigende Kaufpreise.

„Die aktuelle Nachfragesituation ist vor allem im Hochpreissegment sehr viel robuster als noch vor 12 oder gar 24 Monaten. Immobilienanfragen im Bereich von 500.000€ plus X sind keine Seltenheit mehr“, erklärt Retzlaff. „Die Ansprüche an das Eigenheim aber auch die Bereitschaft mehr Geld auszugeben, werden größer!“.

Print Friendly, PDF & Email
6 Kommentare

Kommentar schreiben