Immer weniger Sachsen-Anhalter arbeiten

20. März 2014 | Wirtschaft | 2 Kommentare

Über sinkende Arbeitslosenzahlen freut sich die Politik. Doch viel wichtiger ist die Zahl der Erwerbstätigen. Zahlen doch die Menschen mit Job Steuern. Im Jahresdurchschnitt 2013 gab es nach neuesten vorläufigen Berechnungen in Sachsen-Anhalt 998.900 Erwerbstätige. Das waren 6 000 Personen oder 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das bedeutet, dass immer weniger Menschen im Land arbeiten. Die sinkenden Arbeitslosenzahlen weisen darauf hin, dass vormals Abreitslose nun in Rente sind.

ArbeitsagenturWie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) mitteilte, betraf der Rückgang sowohl die Arbeitnehmer als auch die Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen. Die Arbeitnehmerzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent oder 4 000 auf 907 100 Personen. Dieser Rückgang beruhte hauptsächlich auf der Abnahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Auch die marginale Beschäftigung verringerte sich leicht um 0,9 Prozent oder 900 auf 107 100 Personen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen sank im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent oder 2 000 auf 91 800 Personen.

In Deutschland stieg die Erwerbstätigenzahl im Jahr 2013 um 233 000 Personen oder 0,6 Prozent auf 41,8 Millionen Personen. Dabei war nur in den alten Bundesländern (ohne Berlin) eine Zunahme um 0,6 Prozent zu verzeichnen. In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) sank dagegen die Zahl um 0,2 Prozent. Bis auf Mecklenburg-Vorpommern (- 1,0 Prozent), Saarland (- 0,9 Prozent), Sachsen-Anhalt und Thüringen (jeweils – 0,6 Prozent) sowie Brandenburg (- 0,3 Prozent) hatten alle Bundesländer einen Beschäftigungszuwachs. Den höchsten Anstieg erreichte Berlin mit 1,9 Prozent.

Die Erwerbstätigkeit entwickelte sich in den Wirtschaftsbereichen Sachsen-Anhalts unterschiedlich. Der Bereich Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe konnte einen Zuwachs von 0,4 Prozent verzeichnen, darunter das Verarbeitende Gewerbe von 0,1 Prozent. Auch der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation hatte einen Anstieg (+ 0,3 Prozent). Dagegen hatten die anderen Bereiche Rückgänge. Am stärksten sank die Erwerbstätigkeit in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 3,0 Prozent), Baugewerbe (- 1,9 Prozent) sowie Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen (- 1,3 Prozent).

Print Friendly, PDF & Email
2 Kommentare

Kommentar schreiben