Immer weniger Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt

28. Januar 2016 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Politik freut sich über sinkende Arbeitslosenzahlen. Doch die kommen vor allem zustande, weil viele vormals Arbeitslose nun in Rente sind. Viel wichtiger ist die Zahl der Erwerbstätigen, erwirtschaften diese doch die Steuetn. Und ihre Zahl sinkt.

Im Jahresdurchschnitt 2015 gab es nach ersten vorläufigen Berechnungen in Sachsen-Anhalt 1 000,7 Tausend Erwerbstätige. Das waren 7 400 Personen oder 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, war sowohl die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen als auch die Arbeitnehmerzahl rückläufig. Dabei war bei den Arbeitnehmern nur bei der marginalen Beschäftigung, insbesondere bei den geringfügig entlohnten Beschäftigten, ein Rückgang zu verzeichnen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm dagegen leicht zu (+ 0,5 Prozent).

In Deutschland stieg die Erwerbstätigenzahl im Jahr 2015 um 329 000 Personen oder 0,8 Prozent auf 43,0 Millionen Personen und erreichte damit wieder einen neuen Höchststand. Der Anstieg betraf nur die alten Bundesländer (ohne Berlin) mit 0,9 Prozent, während die neuen Bundesländer (ohne Berlin) eine Abnahme um 0,3 Prozent zu verzeichnen hatten. Den stärksten Rückgang hatte Sachsen-Anhalt (- 0,7 Prozent), gefolgt von Thüringen (- 0,4 Prozent), Sachsen (- 0,2 Prozent) und Brandenburg (- 0,1 Prozent). Den höchsten Anstieg erreichte dagegen Berlin mit 2,0 Prozent.

Die Erwerbstätigkeit entwickelte sich in den Wirtschaftsbereichen Sachsen-Anhalts unterschiedlich. Während die Bereiche Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen (+ 1,0 Prozent) und Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe (+ 0,1 Prozent) einen leichten Zuwachs hatten, verzeichneten alle anderen Bereiche Rückgänge. Am stärksten sank die Erwerbstätigkeit in den Bereichen Baugewerbe (- 2,7 Prozent), Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 2,2 Prozent) sowie Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (- 1,6 Prozent).

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