HWS erweitert Kerngeschäft Entsorgung

7. März 2014 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) soll zu einem zentralen Punkt für modernes Wertstoffrecycling werden. Auf diesem Weg ist der nächste Schritt getan: heute Vormittag wurde auf dem Gelände der Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS), einem Unternehmen der Stadtwerke Halle GmbH, eine moderne Anlage zur Behandlung und Sortierung von Elektro-Altgeräten eingeweiht.

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Elektro-Schrott der Sammelgruppe 5

Neben dem Geschäftsführer der HWS, Jörg Schulze, und dem Geschäfts- führer der IGE Hennemann, Klaus G. Hennemann, waren auch Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Anne-Marie Keding, und Mitglieder des Stadtrates sowie zahlreiche weitere geladene Gäste anwesend. Die HWS erschließt ein neues Geschäftsfeld im Bereich Entsorgung und hat eigens dafür die Anlage zur Behandlung der alten Geräte in der Äußeren Hordorfer Straße installiert. Insgesamt 195.000 Euro wurden in die neue Anlage investiert. Von anfangs 2500 Tonnen soll sich die Auslastung der Anlage bis auf  7000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr steigern. Gemeinsam mit der IGE Hennemann GmbH will die HWS so auch zum Umweltschutz und zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Durch die Bearbeitung von Elektro-Altgeräten werden sieben neue Arbeitsplätze geschaffen, wozu sechs Monteure und ein Teamleiter zählen. Zielsetzung ist die Beschäftigung von insgesamt 19 Mitarbeitern wenn die Anlage voll ausgelastet ist.

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HWS-Geschäftsführer Jörg Schulze

IGE Hennemann liefert ab sofort an die HWS Elektro-Altgeräte der Sammelgruppe 3, wozu IT und Unterhaltungselektronik sowie Bildschirmgeräte gehören, und der Sammelgruppe 5, zu der Elektro-Kleingeräte wie Rasierapparate, Mixer oder Staubsauger zählen. Die Elektro-Altgeräte werden von eigens dafür geschulten HWS-Mitarbeitern umweltgerecht (vor-)sortiert und (grob) zerlegt. So werden bei der Sammelgruppe 3 beispielsweise Röhren- und Flachbildschirm-Geräte auseinandergenommen und in die Fraktionen (Kunststoff-) Gehäuse, (Netz-) Kabel, Leiterplatten, Bildröhre und Sonstiges sortiert. Bei den Elektro-Kleingeräten, die der Sammelgruppe 5 angehören, werden Kabel und Schadstoffe wie Batterien entfernt. Im Anschluss vermarktet IGE Hennemann die sortierten Stoffströme. Die Veträge für dieses Joint-Venture laufen vorerst für drei Jahre.

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Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und IGE Hennemann – Geschäftsführer Klaus Hennemann

Da die neue Anlage auch für den Betreiber einen wirtschaftlichen Nutzen erbringen soll, wird mehr Elektro-Schrott benötigt als in der Stadt Halle anfällt. In der Sammelgruppe 3 fielen im Jahr 2013 890 Tonnen an und in Sammelgruppe 5 160 Tonnen. Alleine mit diesem Zufluss wäre der wirtschaftliche Betrieb der Anlage nicht möglich. So liefert IGE Hennemann aus verschiedenen Regionen im Umland und teils auch aus weiter entfernten Kommunen Elektro-Schrott zu Behandlung an. Um jedoch auch den Eigenanteil weiter zu erhöhen bietet die HWS den Bürgern der Stadt neben der Möglichkeit der Abgabe in den drei Wertstoffhöfen seit einiger Zeit auch Container an sechs Stellen in der Stadt an, in die kleinere Altgeräte entsorgt werden können. Die ersten drei Leerungen waren laut Jörg Schulze auch zufriedenstellend: 1,9 Tonnen kamen bei der ersten Leerung und zwischen 1,3 und 1,6 Tonnen bei den Leerungen zwei und drei zusammen.

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