HAVAG-Streik legt die hallesche Innenstadt lahm

25. Februar 2013 | Wirtschaft | 3 Kommentare

„So einen schlechten Tag hatten wir in den letzten 20 Jahren nicht.“ Diese Worte von Citymanager Wolfgang Fleischer machen deutlich, welche Auswirkungen der Streik der Straßenbahn- und Busfahrer der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) auf die Händler der Innenstadt von Halle (Saale) hatte.

Seit Montagmorgen 3 Uhr drehte sich bei den Verkehrsbetrieben kein Rad. Während die großen Stadtteile zumindest durch die Alternativen S-Bahn und OBS mit dem Hauptbahnhof verbunden waren, war der Marktplatz ÖPNV-frei. „Wir haben das deutlich zu spüren bekommen“, sagt Fleischer. „Es waren nur ganz wenig Kunden unterwegs.“ Manche Geschäfte hatten deshalb bereits um 16 Uhr geschlossen. Selbst in großen Geschäften wie Kaufhof oder Müller war man meist der einzige Besucher. Selbst bei Großbaustellen wie der Schmeerstraße und der Umgestaltung des Marktplatzes erging es den Händlern offenbar besser.

Auch die Wochenmarkthändler spürten den Streik deutlich. So war der Markt um kurz vor 9 zwar so wie immer aufgebaut. Doch die meisten der Verkaufsbuden waren noch zu. Grund: die Verkäuferinnen waren noch nicht da. Doch selbst als dann schließlich geöffnet war, machten die Händler kaum Umsatz. Es fehlte einfach die Kundschaft. Der Marktplatz war leerer als an normalen Sonntagen, wenn die Geschäfte geschlossen sind.

Gezeigt hat sich aber auch, dass die Innenstadt nicht unter einem Parkplatzmangel leidet. Denn trotz der außergewöhnlichen Situation gab es die ganze Zeit über in den Parkhäusern noch freie Stellflächen. Die meisten Kunden kommen also tatsächlich mit der Straßenbahn in Zentrum.

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