Handwerkskammer Halle fordert Bekenntnis zum Meisterbrief

1. Dezember 2014 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Ein eindeutiges Bekenntnis zum Erhalt des Meisterbriefes im Handwerk als Qualitätsmerkmal und Voraussetzung für die Selbstständigkeit in 41 Handwerksberufen legte die 52. Vollversammlung der Handwerkskammer Halle ab.
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Präsident Thomas Keindorf hielt fest: „Im Handwerk werden nicht nur inländische Berufsqualifikationen berücksichtigt, sondern alle adäquaten Qualifikationsnachweise, unabhängig davon, wo auf der Welt sie erworben wurden. Das bestehende Berufszugangssystem ist damit denkbar großzügig und flexibel ausgestattet. Zudem garantiert der qualifikationsgebundene Berufszugang im Handwerk wesentliche andere Ziele der EU, wie ein hohes Maß an Verbraucherschutz und die Sicherung eines hohen Qualifikationsniveaus.“

Der Meisterbrief und die damit verbundene Qualifikation, junge Menschen auszubilden, sei zudem einer der wesentlichen Gründe für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland.
Ursache für das Bekenntnis war die von der Europäischen Union angestoßene Debatte um regulierte Berufe.

Während der Vollversammlung wurde der Berufsbildungsausschuss gewählt, der aus jeweils sechs Arbeitgebern und sechs Arbeitnehmern besteht. Zudem gehören dem Ausschuss sechs Lehrer aus berufsbildenden Schulen an, die durch das zuständige Ministerium für Arbeit und Soziales berufen werden. Letzteren überreichte der Ehrengast der Vollversammlung, Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring, ihre Berufungsurkunden.

Weitere Themen der Herbsttagung des höchsten Gremiums des Handwerks im Kammerbezirk betrafen die berufliche Ausbildung und den Haushalt der Handwerkskammer.

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