Handwerkskammer fordert Pilotprojekt zu Abitur und Ausbildung

4. Januar 2016 | Wirtschaft | 5 Kommentare

Das neue Jahr ist erst vier Tage alt, und schon gehen die traditionellen Neujahrsempfänge los. Den Reigen eröffnete am Montag, dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr, die Handwerkskammer in Halle (Saale). Rund 150 Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft waren gekommen, darunter diverse Landtagsabgeordnete.

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Wirtschaft regte Handwerkskammerpräsident Thomas Keindorf in seiner Neujahrsrede ein Pilotprojekt im Land an, das eine berufliche Ausbildung im dualen System und die allgemeine Hochschulreife verbindet. Dabei schlug er vor, auf Basis eines vom Zentralverband des Deutschen Handwerks entwickelten Modells, Ausbildung und Abitur zu verbinden. Der ZDH-Vorschlag zur „Ausbildung plus Abitur“ sieht vor, die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule durch den Besuch von Zusatzkursen an einem „dualen beruflichen Gymnasium“ im Jahr mit der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung zu erweitern.

Der Kammerpräsident nutzte die Präsenz des Ministerpräsidenten, Dr. Reiner Haseloff, und weiterer Mitglieder der Landesregierung, um für eine Anpassung der Zuständigkeiten für die berufliche Bildung im Land nach den anstehenden Landtagswahlen zu werben: „Die in dieser Legislaturperiode versuchte Splittung auf drei Ministerien und die Staatskanzlei hat aus unserer Sicht keine Vorteile gebracht.“

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