Hallescher Einkaufspark darf Verkaufsfläche vergrößern

9. Juni 2015 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Am Wochenende feierte der Hallesche Einkaufspark (HEP) in Halle-Bruckdorf seinen 20. Geburtstag. Und zum Jubiläum dürfte nun auch Freude bei den Betreibern aufkommen. Die Gesamtverkaufsfläche darf von 26.000 auf 28.400 Quadratmeter erhöht werden. Das hat der Planungsausschuss am Dienstag mehrheitlich beschlossen

Diskussionen hatte es um zentrenrelevante Sortimente gegeben. Hier sollen statt 18.300 künftig 24.500 Quadratmeter möglich sein. In dieser Höhe habe es einst schon einmal eine Genehmigung gegeben, sagte Frank Röhlings von den CenterManagern, die von den Betreibern mit der Revitalisierung beauftragt wurden. Irgendwann sei aber aus unerfindlichen Gründen die Zahl herabgesetzt worden. Für Röhlings ist eine Entscheidung wichtig für die Zukunft des Einkaufszentrums. Sorgen für die Innenstadt kann er nicht nachvollziehen, es gehe hauptsächlich um die Stabilisierung des etablierten Standorts. „Wir
begehren die ursprüngliche Genehmigungslage, um den Standort zukunftssicher zu machen.“

Christian Feigl (Grüne) äußerte dagegen Bedenken zu negativen Auswirkungen auf die Innenstadt. So will die Modekette H&M eine weitere Filiale im HEP eröffnen. Feigl hat Angst, dass im Gegenzug irgendwann die Filiale in der Innenstadt dicht macht. Dem widerspricht Röhlings, das zeige die Vergangenheit. Mehrere Unternehmen waren zuerst im HEP und haben dann weitere Zweigstellen in der Innenstadt eröffnet. Auch eine große Konkurrenz zur Innenstadt sieht er nicht. Zwei Drittel der Kunden kämen zwar aus Halle, hauptsächlich jedoch aus dem Süden der Stadt.

Für Röhling ist die Erweiterung vor allem für den Ankermieter Globus wichtig. Das Warenhaus belegt 16.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und hatte kürzlich seinen Mietvertrag nach einigen Gerüchten zu einer Schließung verlängert. Man wolle das Warenhaus aber dauerhaft halten. „Ohne GLobus wäre es der Untergang für das HEP.“

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