Hallenser arbeiten landesweit am Wenigsten

19. Dezember 2013 | Wirtschaft | 2 Kommentare

1.462 Stunden Stunden im Jahr arbeitete jeder Hallenser im Durchschnitt im Jahr 2011. Darüber informierte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt und bezieht sich auf Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“.

Die Hallenser liegen damit zwar über dem Bundesschnitt von 1.406 Stunden, arbeiten aber landesweit am Wenigsten. Die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau ist mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1.525 Stunden Spitzenreiter. Es folgten die Landkreise Jerichower Land mit 1.519 Stunden, Anhalt-Bitterfeld mit 1.516 Stunden und Saalekreis mit 1.509 Stunden. Die geringsten Arbeitszeiten wiesen der Landkreis Salzlandkreis mit 1.463 Stunden sowie die kreisfreien Städte Halle mit 1.462 Stunden und Magdeburg mit 1.472 Stunden aus.

Im Vorjahr betrug die Pro-Kopf-Arbeitszeit noch 1.496 Stunden (Bundesdurchschnitt 1.407 Stunden). Hier reichte die Spannweite innerhalb unseres Landes von jeweils 1.473 Stunden im Landkreis Salzlandkreis und in der kreisfreien Stadt Halle bis 1.527 Stunden in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau. Im Jahr 2000 wurden jährlich noch 1.570 Stunden je Erwerbstätigen gearbeitet (Bundesdurchschnitt 1.471 Stunden). Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten hatten hier die Landkreise Saalekreis (1.599 Stunden) und Anhalt-Bitterfeld (1.598 Stunden), die niedrigsten Werte wiesen die kreisfreien Städte Halle (1.532 Stunden) und Magdeburg (1.548 Stunden) aus.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist darauf zurückzuführen, welche Größenordnung geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis haben. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.

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