GWG soll Miet-Sozialfond für Halle-Neustadt einrichten

4. Januar 2016 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Knapp 3.500 Wohngeld-Empfänger gibt es in Halle, hinzu kommen 20.000 Bedarfsgemeinschaften – und überall ist das Geld knapp. Dem will die Stadt jetzt entgegenwirken. Bereits im Simmer hatten Linke, SPD und Grüne gefordert, dass die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG) einen Sozialfond einrichtet. Diese Idee greift die Stadtverwaltung nun für Halle-Neustadt auf.

Demnach soll die GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH, zu 100 Prozent in städtischem Besitz, ein Konzept zur sozialen Wohnraumversorgung in Halle-Neustadt erarbeiten. Über einen Sozialfond soll die GWG Hartz-IV-Empfängern und Besitzern eines Wohnberechtigungsscheins Mietzuschüsse finanzieren. Zunächst soll dieser Fond 100.000 Euro enthalten. Der Mietpreis in diesen Wohnungen soll sich am sogenannten KdU-Richtwert orientieren, den die Stadt bewilligt hat. Im April soll die GWG das Konzept dem Stadtrat vorlegen. Anlass für die Idee sind die steigenden Mitpreise, insbesondere nach Modernisierungen und Sanierungen.

In Halle hat sich der Anteil von Sozialwohnungen innerhalb von fünf Jahren halbiert. So gibt es derzeit nur noch knapp 2.500 Sozialwohnungen. Mit 1.300 Wohneinheiten ist ein Großteil im Privatbesitz. Etwa 800 gehören den städtischen Vermietern HWG und GWG, der Rest Wohnungsgenossenschaften.

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