Grünes Licht für neuen Wohnkomplex im Riebeckviertel

10. September 2013 | Wirtschaft | 3 Kommentare

Der Planungsausschuss hat am Dienstag einstimmig den Bebauungsplan für einen neuen Wohnkomplex im Riebeckviertel genehmigt. Die WG Freiheit will in der Niemeyerstraße will ab Frühjahr 2015 bauen und 16 Millionen Euro investieren. Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen sollen im Herbst nächsten Jahres starten.

114 Wohnungen sowie im Eckgebäude eine Begegnungsstätte sind geplant. Blickfang wird ein siebengeschossiger Wohnturm sein. Im Hof des 6.900 Quadratmeter großen Geländes sind Grünflächen sowie ein Spielplatz vorgesehen. Geplant ist auch der Bau einer Tiefgarage. Die Zufahrten sollen über Ernst-Toller-Straße und Kurt-Eisner-Straße erfolgen.

Die Stadt begrüßt das Vorhaben. „Mit der Umsetzung des Bauvorhabens werden brach gefallene Flächen neu geordnet und damit städtebauliche Missstände beseitigt“, so die Begründung der Stadtverwaltung. „Das Vorhaben entspricht damit im Besonderen den Sanierungszielen, die u.a. eine Nachnutzung von Potenzialflächen vorsehen. Das Vorhaben wirkt sich im Sinne der Sanierungsziele positiv auf den angrenzenden Stadtraum aus.“

Derzeit wird das Gelände als riesiger Parkplatz genutzt. In den vergangenen Jahren hatte ein früherer Eigentümer zahlreiche Gebäude abreißen lassen.

„Mir gefällt es gut, diesen Bereich aufzuwerten“, sagte Frank Sänger (CDU). Auch Gerry Kley zeigte sich zufrieden, dass sich ein hallescher Investor einbringt. Verwundert zeigte er sich aber über einen „Knick“ in der Fassade geben soll. „Dieser Knick ist ein architektonisches Augenzwinkern“, meinte HWF-Vorstand Dirk Neumann. Mit der jetzigen Gestaltung gebe man dem Stadtbild etas Grünfläche vor dem Haus. Laut Neumann werde es einen Ideenwettbewerb mit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein geben, um eine künstlerische Gestaltung der Fassade zu finden. Christian Feigl (Grüne) lobte, dass es bei diesem Vorhaben ein Bebauungsplanverfahren gibt, das die Bevölkerung einbezieht. Dies würde es sich auch für andere Vorhaben wünschen.

Das letzte Wort, ob das Vorhaben realisiert werden darf, hat der Stadtrat.

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