Gisa aus Halle arbeitet mit Robotron zusammen

11. März 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Der IT-Dienstleister GISA GmbH aus Halle (Saale) und der Datenbankspezialist Robotron Datenbank-Software GmbH aus Dresden geben ihre Partnerschaft in der Energiewirtschaft bekannt. Besiegelt wurde diese mit einem gemeinsamen Kooperationsvertrag.

Die Partnerschaft soll den Kunden beider Unternehmen eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Produkten bieten. „Wir werden uns vor allem auf die Weiterentwicklung unserer Branchenprodukte konzentrieren. Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel und verlangt nach innovativen Konzepten und zuverlässiger IT“, so Michael Krüger, GISA-Geschäftsführer.

Seit mehr als einundzwanzig Jahren steht GISA Energieversorgern als Branchenspezialist zu Seite. Der IT-Dienstleister berät Energieversorger, implementiert IT-Lösungen und übernimmt als Outsourcingpartner den Betrieb und die Betreuung der Systeme. Das firmeneigene Rechenzentrum gehört zu den leistungsfähigsten in Deutschland und wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifiziert. Zu den Auftraggebern des Unternehmens gehören unter anderem die enviaM-Gruppe, die Verbundnetz GAS AG und die GASAG Berliner Gaswerke AG.

Robotron versteht sich als IT-Spezialist und Produkthersteller Datenbank-gestützter Informationssysteme. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehört die Verwaltung sehr großer Datenmengen. Mit E.ON und GDF Suez gehören einige der weltgrößten Energieanbieter zu den Kunden von Robotron.

Erstes Kooperationsprojekt ist gestartet: GISA und Robotron entwickeln IT-Lösungen für intelligente Stromnetze

Mit der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien steigen die Anforderungen an Energieversorgungssysteme. Je mehr Energie aus volatilen Quellen wie Wind und Sonne eingespeist wird, desto anspruchsvoller wird das Management der Schwankungen innerhalb der Verteilnetze. Denn die Energieeinspeisung erfolgt zu nicht vorhersehbaren Zeitpunkten, während der Energieverbrauch zu bestimmten Zeiten beträchtliche Spitzenlasten erzeugen kann. So soll zukünftig nicht mehr so viel Energie erzeugt werden wie verbraucht wird, sondern es soll dann Energie verbraucht werden, wenn diese zur Verfügung steht. Auf diesen Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft bereiten sich GISA und Robotron mit entsprechenden IT-Lösungen für ihre Kunden vor.

Im Fokus stehen intelligente Stromnetze („Smart Grids“), die Energieerzeugung und -verbrauch effizient miteinander verknüpfen und ausbalancieren. Dabei kommen intelligente Messsysteme, bestehend aus intelligenten Zählern („Smart Metern“) und einer Kommunikationseinheit („Gateway“), zum Einsatz. Die Messsysteme erfassen und übertragen die Daten vom Verbraucher direkt an das Energieversorgungsunternehmen. Dabei entstehen gewaltige Datenmengen, die nur durch die konsequente Nutzung von modernster IT beherrschbar sind. Für die Übertragung der personenbezogenen Messdaten gelten zudem sehr hohe Sicherheitsstandards. Das Smart Meter Gateway Management, ein gemeinsames Angebot von GISA und Robotron, begegnet diesen Herausforderungen. Die marktreife IT-Komplettlösung versetzt Energieversorgungsunternehmen in die Lage, die komplexen Prozesse der Smart-Meter-Gateway-Administration mit allen gesetzlichen Anforderungen an Informationssicherheit und Datenschutz zu managen. „Nur wenn die mit dem Einsatz von intelligenten Messsystemen bereitgestellten Funktionalitäten sicher, schnell und zuverlässig genutzt und mit der kompletten Prozesskette der Energiewirtschaft verbunden werden, kann auch der entsprechende Mehrwert erreicht werden.“ hebt Björn Heinemann, Leiter Produktentwicklung und Robotron-Geschäftsführer hervor.

Die entsprechende Software- und Technologielösung wurde von Robotron entwickelt. GISA fungiert als Implementierungspartner und gewährleistet den sicheren Betrieb der IT-Systeme im eigenen Rechenzentrum.

Gegenwärtig stellt GISA interessierten Energieversorgern ein Testsystem zur Verfügung. Ziel ist es, den Einsatz der Technik sowie die Prozessabläufe mit allen Sicherheitsanforderungen für die Systeme zu erproben. Das Angebot wird mit sehr großem Interesse wahrgenommen. Erste konkrete Anfragen von Netzbetreibern liegen vor.

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