Gentechnik in Futtermitteln: Greenpeace protestiert vor Lidl in Halle

13. April 2014 | Wirtschaft | 3 Kommentare

Der LIDL-Discountmarkt in der halleschen Krausenstraße war am Samstag Ziel von Protesten durch Greenpeace-Aktivisten. Anlass sind Pläne des Unternehmen, gentechnisch manipuliertes Futter bei Geflügel und Legehennen einzusetzen.
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Mit Sprühkreide malten die Umweltschützer bunte Ostereier und Sprüchen auf das Pflaster vor dem Markt. Zudem informierten sie mit Aufstellern und Flyern über den möglichen Einsatz von Gentechnik bei Geflügelfleisch und Eiern. „Den Verbrauchern wird Gentechnik indirekt und unbemerkt über Eier, Fleisch und Milch ins Essen geschummelt, ohne dass die Produkte gekennzeichnet sind“, so Nils Kathmann von Greenpeace Halle. Schon zu Ostern könnten Lidl-Eier, die mit Gentechnik hergestellt wurden, bei den Verbrauchern auf dem Tisch landen.

Lidl-Greenpeace-Halle_2Die Verbraucher wollen laut Greenpeace keine Gentechnik in ihrem Essen und seien auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Das habe eine repräsentative Umfrage, die das Forsa-Institut im Auftrag von Greenpeace im April 2014 erstellt hat, ergeben. 79 Prozent der Befragten sei es wichtig oder sehr wichtig, dass Legehennen und Geflügel nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Fast alle Befragten, 93 Prozent, seien der Meinung, dass Geflügelfleisch und Eier gekennzeichnet werden sollten, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Die große Mehrheit der Befragten sei nach eigenen Angaben auch bereit, mehr Geld für Geflügel und Eier auszugeben, wenn die Lebensmittel ohne Futter aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt wurden. 80 Prozent würden mehr als zehn Cent zusätzlich für ein gentechnikfreies Hähnchen ausgeben. 85 Prozent der Befragten würden mehr als einen Cent mehr für ein Ei ausgeben, wenn dieses ohne Gentechnik produziert wird. Mit diesen Mehrkosten, die die Verbraucher tragen würden,
sei laut Greenpeace eine gentechnikfreie Produktion problemlos möglich.

„Die Wünsche der Verbraucher sind eindeutig und werden vom Handel schlichtweg ignoriert. Lidl, Aldi und Co müssen jetzt handeln und ihre Produkte frei von Gentechnik halten“, so Nils Kathmann weiter.

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