Freiwilligen-Agentur Halle erhält bundesweiten Innovationspreis

6. November 2012 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Freiwilligenagentur in Halle (Saale) hat einen mit 3000 Euro dotierten Innovationspreis gewonnen. Neben dem Hauptpreis gab es auch eine Sonderauszeichnung für die gesamtkonzeptionelle Arbeit, dotiert mit 500 Euro. Die Auszeichnung wurde zum Auftakt der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) zum neunten Mal vergeben.

Unter dem Motto „Teilhabe und Vielfalt im Engagement gestalten“ wurden die Preisträger für vorbildliche Projekte prämiert, die ganz unterschiedliche Menschen für ein ehrenamtliches Engagement gewinnen und sie darin begleiten. Nicht für alle Menschen ist es selbstverständlich und machbar, sich in Vereinen oder im Stadtteil zu engagieren. Gerade Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, Senioren oder auch Migranten brauchen eine besondere Ansprache und Unterstützung, damit sie ein passendes Ehrenamt finden und ausüben können. Mit dem Innovationspreis werden solche erfolgreichen Bemühungen gewürdigt.

Olaf Ebert, Geschäftsführer der Freiwilligen-Agentur Halle, freut sich über den bundesweiten Preis: „Für uns ist es eine tolle Anerkennung, dass unsere Ideen und Projekte mit diesem Innovationspreis ausgezeichnet werden.“ So habe man mit dem zweisprachigen Vorleseprojekt ‘1001 Märchen-Leselust’ gezeigt, dass Migranten unsere Sicht auf die Welt mit wunderbaren Geschichten und Erzählungen bereichern. Auch Grundschulen in Halle würden von diesem Engagement profitieren, ergänzt Ebert: „Im Projekt ‚Vielfalt nutzen‘ gestalten Migranten und Grundschulen gemeinsam Unterricht und ihren Schulalltag. Die Schüler profitieren davon, weil sie andere Kulturen kennenlernen und ihren Horizont erweitern“. Wichtig sei es, Ideen und Vorhaben nicht nur für, sondern vor allem mit Migranten gemeinsam umzusetzen. „Unsere Gesellschaft braucht deren Fähigkeiten und Kenntnisse, und durch freiwilliges Engagement kommen sich Migranten und Einheimische ein Stück näher“, so Ebert.

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