Firmen in Halle beschäftigen zu wenig Behinderte

14. Januar 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Sachsen-Anhalt ist bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bundesweites Schlusslicht. Die Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten im Land liegt im Landesdurchschnitt bei 3,8 Prozent. Halle (Saale) liegt etwas darüber, doch mit 4,2 Prozent ebenfalls unter dem Bundesdurchschnitt und der geforderten Quote von 5 Prozent. Schlusslicht mit gerade einmal 3 Prozent ist der Saalekreis.

Derzeit versendet die Bundesagentur für Arbeit (BA) Unterlagen zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht. Eine Anzeigepflicht besteht auch für beschäftigungspflichtige Arbeitgeber, die keine Unterlagen erhalten haben. Die Meldung ist auch elektronisch möglich.

Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen (beschäftigungspflichtige Arbeitgeber), sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote.

Bundesweit und in Ostdeutschland liegt die Quote bei 4,6 Prozent. Bei öffentlichen Arbeitgebern ist die Quote im Land mit 5,6 Prozent höher als bei privaten Unternehmen mit 3,1 Prozent.

Zur Prüfung der Beschäftigungspflicht im Kalenderjahr 2014 müssen die beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber bis spätestens 31. März 2015 der Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten anzeigen.

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