Erneut Streik bei AMAZON in Leipzig

16. Dezember 2013 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Lieferung des Weihnachtspakets könnte sich etwas verzögern. Am Montag ruft die Gewerkschaft ver.di erneut zu einem Streik beim Versandhändler Amazon in Leipzig auf. Zeitgleich wird auch in Bad Hersfeld und Graben protestiert.

Foto: Archiv

Die Gewerkschaft will eine branchenübliche Bezahlung entsprechend dem Einzel- und versandhandel durchsetzen. „Die Beschäftigten bei Amazon bringen Höchstleistungen, wir fordern einen respektvollen Umgang und eine faire Bezahlung. Die Beschäftigten wollen verbindliche tarifliche Regelungen ihrer Arbeitsbedingungen“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. „Das arrogante Auftreten der Amazon Geschäftsführung und die rigorose Ablehnung der Tarifverhandlungen treibt die Beschäftigten auch im Weihnachtsgeschäft auf die Straße.“ Die Gewerkschaft kritisiert, dass Amazon immer wieder durch kleine Zugeständnisse die Streikbereitschaft zu schwächen versuche. So fordert ver.di 1.000 Euro Weihnachtsgeld, Amazon zahlt in diesem Jahr erstmals einen Betrag von 400 Euro.

Die Gewerkschaft will tarifliche Regelungen zur Bezahlung, der Arbeitszeit- und Pausenregelung und zum Weihnachts- und Urlaubsgeld. Zudem fordert ver.di eine Entfristung nach spätestens 6 Monaten und tarifliche Regelungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld für die vielen tausend Weihnachtsaushilfen. Die Gewerkschaft will ein Einstiegshalt von 10,98 €, für die eingearbeiteten MitarbeiterInnen werden 11,73 € gefordert.

Unterdessen haben sich Amazon-Mitarbeiter an HalleSpektrum.de gewendet. Sie äußern sich zu Kritik am Unternehmen, die in letzter Zeit in mehreren Berichten, unter anderem Fernsehdokumentationen, zu hören war. Die Reaktion lesen Sie im nebenstehenden Bild.

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