Dickstoffversatz: GTS hält an Anlage in Angersdorf fest

22. Dezember 2012 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG (GTS) hält an ihren Plänen für den Bau einer Dickstoffversatzanlage in Angersdorf vor den Toren von Halle (Saale) fest. Nötig sei der Versatz, also das Füllen von Hohlräumen von unterirdischen Bergbaustollen, zum Schutz vor Gebirgsschlag und Erhalt der hydrologischen Schutzschichten. Man sei verpflichtet, eine technisch, ökologisch und wirtschaftlich machbare Lösung zu finden und umzusetzen, so die GTS.

Das Unternehmen hatte im Mai seinen Antrag für das Genehmigungsverfahren für den Bau und den Betrieb zunächst zurückgezogen. Momentan erarbeite man nun die Antragsunterlagen für die Anlage gemäß den Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Die inhaltlichen Anforderungen an die Antragsunterlagen wurden präzisiert. Der Nachweis der Geeignetheit des Dickstoffmaterials sowie der Nachweis des langzeitsicheren, dauerhaften Abschlusses der Abfälle von der Biosphäre im Salzgestein, kurz: Langzeitsicherheitsnachweis, werden zentrale Elemente der immissionsschutzrechtlichen Antragsunterlagen sein.

Die erforderlichen Gutachten und Nachweise werden derzeit von externen international renommierten Fachinstituten erarbeitet. Sämtliche Fachplanungen aber auch die notwendigen Betriebsplanunterlagen sollen bis zur Antragseinreichung im Juli 2013 in zulassungsreifer Qualität vorliegen.

Die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes sowie alle bergrechtlichen Sachverhalte, aber auch die Hinweise des Verwaltungsgerichts Halle aus dem Jahr 2011 werden im anschließenden öffentlichen Genehmigungsverfahren entsprechend zu berücksichtigen sein.

Anwohner laufen seit Monaten Sturm gegen die Anlage, sie befürchten eine unterirdische Einlagerung von Giftmüll.

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