Das Geschäft mit den Altkleidern

26. September 2012 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Man tut etwas Gutes, hilft bedürftigen Menschen – so denken sicher viele über die Altkleidercontainer. Doch der Handel mit den aussortierten Sachen ist ein großes Geschäft. In Halle (Saale) dürfen offiziell die Stadtwerke und eine Firma aus dem Saalekreis Sammelcontainer aufstellen. Die Einnahmen aus der Verwertung dienen anschließend dazu, die Müllgebühren in der Saalestadt stabil zu halten und nicht weiter ansteigen zu lassen. Doch genau dieses System wackelt, mahnt CDU-Stadtrat Werner Misch. Denn immer wieder stellen andere Unternehmen Container im Stadtgebiet auf, ohne dafür eine Erlaubnis, geschweige denn einen Antrag gestellt zu haben. Mischs Sorge: zwangsläufig werden die Müllgebühren für die Hallenser steigen.

Probleme hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben derzeit mit zwei Anbietern: der Firma Profittex GmbH und dem Babynothilfeverein e.V. Dortmund. Als besonders hartnäckig erweist sich dabei Profittex. „Insgesamt befinden sich von diesem Unternehmen 28 Altkleidercontainer auf Flächen der Stadt Halle (Saale)“, so ein Stadtsprecher gegenüber HalleSpektrum.de. Derzeit befinde man sich allerdings in einem Widerspruchsverfahren. Sprich: das Unternehmen geht rechtlich gegen die Stadt vor. Aus diesem Grund wurde „die kostenpflichtige Ersatzvornahme ausgesetzt“, die noch im Stadtgebiet stehenden Container der Firma bleiben also erst einmal stehen. Bislang wurden zwölf Altkleidercontainer des Unternehmens von öffentlich gewidmeten Flächen entfernt.

Beim Babynothilfeverein e.V. Dortmund sei zurzeit ein Anhörverfahren in Vorbereitung. „Dieser Verein hat 4 Container auf Flächen der Stadt Halle (Saale)“, heißt es von der Stadt.

Bereits vor fünf Wochen hatte der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. Alarm geschlagen (HalleSpektrum.de berichtete)

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