CDU zu Wohngebiet in Dölau: kein Stuttgart 21

23. Oktober 2013 | Wirtschaft | 1 Kommentar

„Die geplanten Wohnhäuser sind kein Stuttgart 21“ – mit diesen Worten äußert sich Raik Müller, Stadtrat und Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Dölau, zu Kritik am geplanten neuen Wohngebiet am Rande der Dölauer Heide.

Die GWG will sechs Neubauten mit 55 Wohnungen und einer Tiefgarage im Bereich des heutigen Heideschlösschens errichten, das dafür abgerissen werden soll. Nachbarn und auch dem Gestaltungsbeirat ist das Projekt zu mächtig. Einwohner sind zudem der Meinung, die neuen Wohnungen erzeugen mehr Verkehr und dadurch mehr Lärm, daneben seien Kita und Schule bereits jetzt überfüllt.

„Als Ortsverband sind wir sehr froh, dass damit der spürbaren Nachfrage an Mietwohnungen in unserem Ortsteil durch eine städtische Wohnungsgesellschaft Rechnung getragen wird“, erklärt Raik Müller dazu. Im Endeffekt werden nicht nur die neu Hinzuziehenden, sondern auch die jetzigen Einwohner langfristig davon profitieren, wenn zusätzlich Wohnraum in Dölau entsteht.“ Müller spielt dabei auf Straßenzustand und Nahverkehrsverbindung an, ebenso zur Sicherung der Kita- und Schulstandorte.

„Selbstverständlich muss sich Neubebauung auch in die umliegende Bebauung harmonisch einfügen“, meint Müller und liegt damit auf einer Linie mit dem Gestaltungsbeirat. Dessen Forderungen und Hinweise sollten deshalb in der weiteren Planung Berücksichtigung finden. „Eine Blockadehaltung, wie sie sich inzwischen bei einigen Anwohnern abzeichnet, lehnen wir aber ab. Jeder, der sich konstruktiv einbringen möchte, sollte dies tun.“

Durch das Bebauungsplanverfahren könnten die Belange dann auch Berücksichtigung finden. „Es sollten jedoch nicht unnötig Ängste geschürt werden“, so Müller. Am 28.10.2013 um 18:30 Uhr findet dazu in Halle-Dölau im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in der Franz-Mehring-Straße 9b eine Informationsveranstaltung statt.

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