Bürger-Erfolg: Antrag für Wohnpark Paulusviertel muss überarbeitet werden

12. Februar 2013 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Die heftigen Anwohnerproteste gegen den Wohnpark Paulusviertel hatten offenbar Erfolg. Die Stadtverwaltung ist nach einer ersten Überprüfung des Bauantrags zu der Entscheidung gekommen, dass eine Genehmigung der Pläne zum Projekt in eingereichter Form nach Paragraf 34 Baugesetzbuch nicht möglich ist.

Sprich: eine Genehmigung des Bauantrags in der jetzigen Form ist nicht möglich. Das habe man Vertretern der von Hallescher Wohnungsgesellschaft HWG und der Baufirma Papenburg gemeinsam gegründeten Firma „Hallesche Gesellschaft für Wohnen und Stadtentwicklung“ (HGWS) bei einem Gespräch in der vergangenen Woche erläutert, sagte Baudezernent Uwe Stäglin gegenüber HalleSpektrum.de. Stattdessen muss der Antrag deutlich nachgebessert werden. Sollte das Unternehmen an seinen jetzigen Plänen für die Errichtung eines Neubaus festhalten, wird der Antrag abgelehnt. In den nächsten Tagen werde man der HWGS ausführlich die Gründe dafür darlegen. Nachfragen bei der HWGS blieben diesbezüglich erfolglos. Man könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Stellungnahme abgegeben, sagte HWGS-Sprecher Steffen Schier auf Nachfrage. Grund sei, dass man von Seiten der Stadt noch nichts schriftlich vorliegen habe.

Nach Angabe der Stadtverwaltung seien Hinderungsgründe unter anderem die Bauhöhe, Form und Gebäudeabschluss zum Spielplatz sowie die nachbarschaftlichen Beziehungen, die sich aus der Lage von Bolzplatz/Spielplatz und Gebäude ergeben. Grundsätzlich ist eine Bebauung nach Paragraph 34 möglich, aber nicht in dieser Form.

HWG und Papenburg wollen im Paulusviertel das Regierungspräsidium sanieren. Daneben soll in unmittelbarer Nachbarschaft ein neuer Wohnblock entstehen. Anwohner fordern stattdessen einen Park an dieser Stelle. Eine entsprechende Petition haben 6.000 Anwohner unterzeichnet. Kürzlich hatte die Stadt einen Baustopp verhängt, weil im denkmalgeschützten Regierungspräsidium bereits Vorarbeiten stattgefunden hatten, obwohl dafür keine Genehmigung vorlag.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben