Ausbildungsende und -beginn für Halles Jugendliche

4. September 2012 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Dieser Tage starten hunderte Jugendliche in Halle (Saale) in einen neuen Lebensabschnitt. Für Sie beginnt die Zeit der Ausbildung. Andere wiederum konnten ihre Ausbildung erfolgreich beenden.
Am Montag ging es für 100 junge Menschen an der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Krankenpflegehilfe und erstmals auch in der Altenpflege los. Begrüßt wurden die neuen Auszubildenden mit einer Aufnahmefeier in der Petruskirche, zu der auch deren Eltern, Freunde und Verwandten eingeladen waren. „Sie starten in Ihr berufliches Leben“, begann Katharina Timmler, die Pflegedirektorin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara, ihre Rede. Gemeinsam mit der Pflegedienstleiterin des Krankenhauses Martha-Maria, Barbara Ide, der pädagogischen Leitung sowie den jeweiligen Kursleiterinnen der Christlichen Akademie hieß sie die neuen Schülerinnen und Schüler willkommen. Den gottesdienstlichen Teil übernahmen die Krankenhausseelsorger Diakon R. Feuersträter und Pastor S. Gerisch, die ermutigende Worte für den Beginn in den neuen Lebensabschnitt mitgaben. Ein bisschen aufgeregt und voller Erwartungen, was auf sie zukommen wird, waren die Auszubildenden. „Neue Menschen, neue Orte, neue Chancen und Erfahrungen“, so Katharina Timmler, sind ein Teil dessen, was sie die nächsten drei Jahren bzw. das nächste Jahr in der Krankenpflegehilfe begleiten wird. „Wir müssen die Menschen froh machen“ war auch die Botschaft der heiligen Elisabeth. Ganz in diesem Sinn versteht sich der Bildungsauftrag auf der Basis des christlichen Menschenbildes sowohl der Akademie als auch der Ausbildungseinrichtungen: Vermittlung fachlicher, sozialer sowie methodischer Kompetenzen, Förderung von Engagement und die Anregung eines persönlichen Reifeprozesses. Insgesamt hatten sich fast 600 Menschen an der Christlichen Akademie für die Ausbildungen in den Pflegeberufen beworben. Musikalisch bereichert wurde die Feier von Manfred Schwendner an der Orgel sowie dem Akademiechor unter Leitung von Evi Stumpe und Begleitung am Piano von Frieder Badstübner, dem Geschäftsführer der Akademie.

Nach einem bzw. drei Jahren haben sie es geschafft: 73 Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Krankenpflegehilfe feierten am Freitag den Abschluss ihrer Ausbildung an der Christlichen Akademie. 22 der Auszubildenden wurden direkt als neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Krankenhäusern St. Elisabeth und St. Barbara sowie Martha-Maria in Halle-Dölau übernommen. Die Christliche Akademie verabschiedete ihre Auszubildenden offiziell mit einer Feier in der Petruskirche. Die jeweiligen Kursleiterinnen der Christlichen Akademie, die Leiterinnen der Pflegedienste der beiden Ausbildungskrankenhäuser, Barbara Ide und Katharina Timmler, sowie der pädagogische Leiter der Christlichen Akademie, Peter Kümpel, beglückwünschten die Absolventinnen und Absolventen. Und auch die Auszubildenden selbst bedankten sich für die Zeit der Ausbildung und die wertvollen Erfahrungen, die sie machen durften. „Ich glaube, an Menschlichem bin ich um einiges reicher geworden“, erzählt Evi Stumpe nach der Feier. Nun gilt es, auch in der Zukunft offenen Herzens, mit Mitgefühl sowie Liebe auf die Mitmenschen zuzugehen und sich im weiten Bereich der Pflegeberufe weiterzuentwickeln. Der gottesdienstliche Teil der Abschlussfeier wurde vom Krankenhausseelsorger Diakon R. Feuersträter und Pastor S. Gerisch übernommen. Großen Anklang fanden auch der musikalische Beitrag des Akademiechores und das Orgelspiel von Sebastian Flohr. An der Christlichen Akademie wurden seit ihrer Gründung im Jahr 2007 bereits über 250 Schülerinnen und Schüler erfolgreich in den Krankpflegeberufen ausgebildet. In diesem Jahr bildet die Akademie erstmals 25 Auszubildende in der Altenpflege aus. Hinzu kommen mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in den Gesundheits- und Pflegeberufen weiterbilden.

Insgesamt 52 Auszubildende und 25 Studenten des Ausbildungsverbundes der bildungszentrum energie GmbH (bze) erhielten vergangene Woche im K & K Kongress- und Kulturzentrum Halle (Saale) im Rahmen einer feierlichen Freisprechung ihre Abschlusszeugnisse. Die frischgebackenen Kaufleute und Techniker starten nun in ihr Berufsleben, teilweise bleiben sie auch weiterhin in ihrem bisherigen Ausbildungsunternehmen tätig. „Ich freue mich, jährlich so viele gut ausgebildete Fachkräfte ins Berufsleben verabschieden zu können. Über ihre gesamte Ausbildungszeit hinweg wurden sie von unseren Ausbilderinnen und Ausbildern unterstützt und wurden somit optimal auf die Herausforderungen des künftigen Berufslebens vorbereitet. Ich denke, jeder wird seinen Weg gehen“, so Simone Krüger, Geschäftsführerin der bildungszentrum energie GmbH. Unter den 77 Absolventen befanden sich neun, die ihre Ausbildung sogar mit einem sehr guten Abschluss beendet haben. Sie alle sind nun auch weiterhin in ihren Ausbildungsunternehmen tätig, darunter die Stadtwerke Halle GmbH mit der Halleschen Wasser- und Stadtwirtschaft GmbH und der EVH GmbH, die Erdgas Mittelsachsen GmbH, die GISA GmbH sowie die enviaM-Gruppe mit der envia Mitteldeutsche Energie AG, der envia AQUA GmbH und der envia SERVICE GmbH. Die Festrede hielt Extrembergsteiger und Everest-Bezwinger Jörg Stingl. Er motivierte die Berufsanfänger, ihre Zukunft eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und immer den dafür notwendigen Ehrgeiz aufzubringen, um später auch einmal „ganz oben“ zu landen. Von Jahr zu Jahr wird immer deutlicher: Viele Unternehmen bieten mehr Ausbildungsplätze an als es Bewerber dafür gibt. „Wir wissen, dass nur eine gute Ausbildung von Fachkräften der Garant und die Grundlage für wirtschaftliche Kontinuität und Wachstum ist. Heute merken wir es mehr denn je“, so spricht es auch Simone Krüger in ihrer Begrüßungsrede an und rät den Jungfacharbeitern vor allem eins: „Nutzen Sie Ihre Talente, sammeln Sie Erfahrungen und vor allem hören Sie niemals auf zu lernen.“ Zusätzlich zu der Ausgabe der Ausbildungszeugnisse an die Jungfacharbeiter zeichnete die bze zusammen mit Deutschen Verkehrssicherheitsrat die ehemaligen Auszubildenden für ihre Teilnahme am Projekt „KUWASI – Verkehrs- und Arbeitssicherheit in der Ausbildung“ aus. Jeder Auszubildende hat in zwei Jahren an mehreren Potenzialtests und Coachings, sowie an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen und bekam dafür ein Zertifikat. Dieses Projekt hat seine Wirkung bewiesen: Insgesamt ist im verabschieden Ausbildungsjahrgang, der von 2010 bis 2012 das Projekt absolvierte, ein Rückgang der gefährdeten Auszubildenden von 12 % zu verzeichnen.

Einer langjährigen, guten Tradition folgend, wurden die diesjährigen Absolventen des Ausbildungszentrums für Gesundheitsfachberufe des Universitätsklinikums Halle (Saale) unter der Leitung von Dipl.-Stom. Carolin Schiewack feierlich in der Aula des Löwengebäudes (Universitätsplatz 1) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verabschiedet. Nach den staatlichen Abschlussprüfungen haben etwa 120 Schülerinnen und Schüler der Fachbereiche Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Medizinisch-technische Radiologie-assistenz, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz sowie Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik und Physiotherapie nach einer intensiven Ausbildungs- und Prüfungszeit ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Grußworte der Leiterin des Ausbildungszentrums für Gesundheitsfachberufe und des Klinikumsvorstandes sowie Musik rundeten diesen besonderen Moment im Leben der Auszubildenden ab. Für etwa 200 Auszubildende, die am Montag begrüßt wurden, beginnt dann ein neuer, spannender Lebensabschnitt. Darunter befinden sich zwölf Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die in den Bereichen Operationstechnische Assistenz sowie Medizinisch-technische Radiologieassistenz und Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz ausgebildet werden.

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