Auch im Großhandel drohen Streiks: Tarifverhandlungen vertagt

15. Juni 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Auch im Großhandel in Sachsen-Anhalt drohen nun Streiks. Die 2. Verhandlungsrunde für die 17.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel und dem Genossenschaftlichen Großhandel wurde ergebnislos vertagt, die Arbeitgeber hatten kein neues Angebot vorgelegt. Betroffen von etwaigen Protesten wären beispielsweise Selgros oder Edeka C&C. Hier beziehen viele Einzelhändler, aber auch Restaurants ihre Produkte.

In der 1. Verhandlungsrunde hatte die Arbeitgeberseite 2 % im ersten Jahr und weitere 1,5 % im zweiten Jahr angeboten. Gleichzeitig forderten sie eine Ausdehnung der Arbeitszeit am Samstag, Heiligabend und Silvester. Ein Angebot für die Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen gab es nicht. Die ver.di Tarifkommission lehnt dieses Angebot aus der 1. Verhandlungsrunde erneut als nicht verhandlungsfähig ab.

ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago: „Die Beschäftigten wollen eine deutliche Erhöhung der Einkommen. Die Einkommensentwicklung hält nicht Schritt mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung im Groß- und Außenhandel. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde werden wir die Tarifaktionen in den Großhandelsbetrieben ausweiten.“

Unter dem Motto „Die Zeit läuft“ soll in sogenannten „U(h)rabstimmungen“ der Beschäftigungswille nach deutlichen Erhöhungen der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen sichtbar gemacht werden.

Ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen um 5,5 %, zusätzlich sollen die Leistungen zum vermögenswirksamen Sparen um 13 €/Monat auf 26 €/Monat angehoben werden.

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